Börsenboom Dow Jones und Dax erreichen neue Allzeithochs

Die weltweite Rekordjagd an den Börsen geht in die nächste Runde: Der US-Leitindex Dow Jones markiert ein neues Allzeithoch. In Deutschland schließt der Dax auf seinem bislang höchsten Stand. In Japan war der Nikkei auf mehr als 14.000 Zähler gestiegen.

Wall-Street-Schild in New York: Dow Jones erneut über 15.000 Punkte
DPA

Wall-Street-Schild in New York: Dow Jones erneut über 15.000 Punkte


New York - Kursfeuerwerk an Amerikas Börsen. Der Dow Jones ist am Dienstag zwischenzeitlich auf 15.024 Punkte gestiegen und hat damit ein neues Rekordhoch markiert. Zum Handelsende lag der Dow mit einem Plus von 0,58 Prozent bei 15.056,20 Punkten. Der S&P-500-Index gewann 0,52 Prozent auf 1625,96 Punkte. Auch dieses Börsenbarometer war im Verlauf auf den höchsten Stand seiner Geschichte gestiegen. An der Technologiebörse Nasdaq aber gab der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,08 Prozent auf 2952,88 Punkte nach.

Zuvor hatten schon die Börsen auf anderen Kontinenten neue Rekordmarken erreicht. Der Dax markierte bei 8206 Zählern ein neues Allzeithoch. Zum Handelsende stand er bei plus 0,86 Prozent oder 8181 Punkten.

In Japan hatte der Leitindex Nikkei erstmals seit fünf Jahren die Marke von 14.000 Punkten überschritten. Er schloss mit 3,5 Prozent im Plus bei 14.180 Zählern.

Ein Grund für die Rekordjagd an den weltweiten Börsen ist die Niedrigzinspolitik der Notenbanken. Die Bank of Japan hatte Anfang April ihre Geldschleusen weit geöffnet. Die amerikanische Fed hat signalisiert, der weltgrößten Volkswirtschaft noch lange unter die Arme zu greifen. Und die EZB wird nicht müde zu wiederholen, dass sie alles in ihrer Macht stehende tun wird, um die Euro-Zone zu retten.

Das billige Geld, das sie in die Märkte pumpen, fließt vor allem in die Anlagen, die trotz der niedrigen Zinsen noch ordentliche Renditen versprechen - zum Beispiel Aktien.

Die positive Konjunkturentwicklung in den USA gibt den Börsen zusätzlich Auftrieb. In den USA war die Arbeitslosenquote im vergangenen Monat überraschend zurückgegangen. Zudem hatte die US-Wirtschaft im April mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet.

ssu/dpa/Reuters

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insgesamt 20 Beiträge
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donrealo 07.05.2013
1. Das Schiff hebt sich
weil das Wasser (von den ZBs gedrukte Geld) steigt. Irgendwo muss der ganze Zaster ja schließlich hin. Wir sehen hier die Vorboten einer "Viel-zuviel-Geld-im-Markt" Blase.
doofnuss 07.05.2013
2. wie war das noch?!
Zitat von sysopDPADie weltweite Rekordjagd an den Börsen geht in die nächste Runde: Der US-Leitindex Dow Jones markiert ein neues Allzeithoch. Zuvor hatte schon in Deutschland der Dax seinen bislang höchsten Stand erreicht. In Japan war der Nikkei auf mehr als 14.000 Zähler gestiegen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/dow-jones-erreicht-allzeithoch-a-898607.html
als selbst die sogenannte zeitung um die jahrtausendwende in dicken lettern sinngemäß schrie(b): "hurra, die börse brummt!", "oma und enkel zocken um die wette!", war das für clevere profis ein letztes verkaufszeichen, bevor die blase auch für otto n. platzte, der in drei wochen so viel kursgewinn erzielte, wie er in einem halben jahr nicht mit ordentlicher abhängiger arbeit verdiente - genauso schnell waren die virtuellen gewinne und sogar noch mehr auch wieder weg. jetzt wieder alles verkaufen? aber wohin mit dem haufen kohle? in den dollar oder besser doch schweizer franken flüchten - wer weiß denn, was mit dem (t)euro passiert? zudem ist gold ja momentan auf dem abwärtstrend. wie soll ick nur meine spargroschen für's alter retten? - die rente reicht docht nicht!
isme768 07.05.2013
3. Hexentanz
Nun ist es wieder soweit: Die kurse gehen mit Rekorden und schnell nach oben, bis die Blase platzt. dann werden wieder Milliarden nötig um verzockte banken zu retten.
peterkamm-mueller 07.05.2013
4. Dr.No
Wo sind nun die ganzen Gold-Schreier?? Gold verzinst sich nicht und die Goldblase platzt. Die Höchststände sind erreicht. Gleichzeitig geht im DAX und DOW die Post ab. Die Aktien werden immer wertvoller. Wer 1 und 1 zusammenzählen konnte, dem war das auch klar, denn wo soll die Geldschwemme der Zentralbanken auch hin? Nun ja, in den Kapitalmarkt ;) Die Anleger freuts jedenfalls!
Rosa3000 07.05.2013
5. Praktischerweise...
... werden Aktienpreise nicht bei der Bestimmung der Inflationsrate herangezogen. Anderenfalls müsste die EZB ja sofort die Zinsen gewaltig in die andere Richtung ändern. Nichts anderes sind doch diese Steigerungen: Zuviel Geld. Ein paar Arbeitslose weniger in Amiland sorgen wohl kaum für mehr Geschäft bei Siemens, D'Bank & Co.
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