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Aktienboom in USA: Dow Jones klettert auf Rekordhoch

Er steigt und steigt und steigt: Der Aktienindex der 30 größten US-Konzerne ist mit einem Rekordstand aus dem Handel gegangen - wieder einmal. Dabei sagen selbst Börsenhändler, dass es kaum konkrete Kaufargumente gibt.

New York Stock Exchange (Archivbild): Ein Rekord nach dem anderen Zur Großansicht
AFP

New York Stock Exchange (Archivbild): Ein Rekord nach dem anderen

New York - Die US-Börsen haben zum Wochenauftakt zugelegt und erneut mit Rekordständen geschlossen. Der Dow-Jones Chart zeigen-Index lag bei Börsenschluss bei 17.613 Punkten - ein Plus von 0,2 Prozent. Damit knüpft der Aktienindex der 30 größten US-Firmen an seinen Aufwärtstrend der vergangenen drei Wochen an. Um mehr als sieben Prozent legte er in dieser Zeit zu.

Profitiert haben erneut auch die anderen US-Standardindizes: Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 2038 Zählern 0,3 Prozent höher aus dem Handel - und erreichte ebenfalls einen neuen Rekord. Die Technologiebörse Nasdaq gewann 0,4 Prozent und schloss bei 4651 Punkten.

Das besondere daran: Viel passiert ist am Montag nicht, es gab keine größeren Wirtschaftsnachrichten, welche die Märkte bewegt hätten. Experten in New York sprachen von einem Handelstag ohne Impulse für die Anleger. Allerdings ist das ökonomische Umfeld in den USA - insbesondere im Vergleich zu Europa - insgesamt recht robust. Hinzu kommen die gigantischen Geldmengen, mit denen die Notenbanken die Märkte geflutet haben; all diese Liquidität sucht nach Anlagemöglichkeiten - und scheint sie in US-Aktien gefunden zu haben.

Auf der Unternehmensseite hingegen gibt es kaum konkrete Gründe für die Bewegung der Aktienkurse. Die Bilanzsaison der US-Unternehmen klingt in dieser Woche aus, die Händler können sich immer weniger auf Quartalszahlen verlassen, um Kauf- oder Verkaufgründe zu finden. In dieser Woche stehen nur noch 16 Ergebnisse der S&P-500-Unternehmen aus, darunter von Wal-Mart Chart zeigen, Macy's und Cisco Chart zeigen.

Die bisherige Berichtsaison allerdings verlief aus Sicht der Börse hervorragend: Nach Thomson-Reuters-Daten haben 74,6 Prozent der S&P-Unternehmen, die bisher berichtet haben, die Erwartungen von Analysten übertroffen. Das machte sich in den Kursen bemerkbar: In den vergangenen drei Wochen legte der Index mehr als sieben Prozent zu.

Am Montag wechselten an der New York Stock Exchange rund 715 Millionen Aktien den Besitzer. 1752 Werte legten zu, 1317 gaben nach und 136 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,82 Milliarden Aktien 1666 Werte im Plus, 1036 im Minus und 123 unverändert.

In Frankfurt war der Dax Chart zeigen mit 9351 Punkten und damit einem Plus von 0,6 Prozent aus dem Handel gegangen.

sun/Reuters/dpa-AFX

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insgesamt 34 Beiträge
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1. Weiter so.
robert.c.jesse 11.11.2014
Beim nächsten Crash werden ALLE wissen, wer die Verursacher sind. Dann wird es kein entkommen mehr geben. Auch wenn diese Irren glauben, soviel Geld zu besitzen, dass Sie die Staatsmacht zu ihrem Schutze kaufen können...
2. Viel billiges Geld sucht nach Anschluss...
stupamundi 11.11.2014
..ist wohl der Kernsatz, mit Produktion wird es wohl keine Liasson geben, mal abgesehen, von den sich mal wieder, hurra es gibt wieder ein Feindbild, füllenden Auftragsbüchern in den Rüstungsschmieden. Also wird gekauft bis der Ballon wieder platzt- funktioniert immer wieder, dieses Spiel, und wie beim Roulette, Gewinner ist man, wenn man frühzeitig vom Tisch aufsteht- und nicht versucht die Bank zu sprengen.
3. Es sind keineswegs die 30 größten im Dow
dunnhaupt 11.11.2014
... sondern 30 nach Sparten diversifizierte Aktien, doch sind immerhin ein paar der größten mit dabei. Die allergrößten sind bekanntlich oft die Ölgesellschaften, und gerade ihnen geht es dank fallender Preise momentan weniger gut. Viele kleinere Aktien stiegen noch mehr an als der Dow.
4. Dieses Monopoly sind ...
freddygrant 11.11.2014
... die letzten Zuckungen unseres maroden Kapitalismus. Mal sehen, wenn die Währungen und ihre Geldmengen mal richtig laufen oder rennen lernen, dann wird endlich das Spiel mit großen Zahlen starten. Und dann wird es nochmals heißen: Faites votre jeux - bis zum: Rien ne va plus ...
5. Irrationaler Boom ohne Kaufargumente?
Philsten 11.11.2014
Da alle Anlageformen bis auf Aktien keinen Gewinn mehr versprechen, sucht sich das auf die 'Leistungsträger' der Gesellschaft stark konzentrierte Kapital den Weg zur potentiell größtmöglichen Rendite, den Aktien. Möge der Kapitalismus in seiner jetzigen Form scheitern, viele werden es schnell zu schätzen wissen.
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