Aufwertung der Gemeinschaftswährung Draghi ignoriert Hollandes Euro-Forderung

Die Stärke des Euro beunruhigt Frankreichs Präsident François Hollande - er fordert von der EZB eine aktive Wechselkurspolitik. Doch Mario Draghi, Chef der Zentralbank, geht auf den Vorstoß nicht ein. Er bezeichnet die Aufwertung der Währung als Vertrauensbeweis.

EZB-Chef Draghi: "Grundsätzlich verfolgen wir kein Wechselkursziel"
DPA

EZB-Chef Draghi: "Grundsätzlich verfolgen wir kein Wechselkursziel"


Frankfurt am Main - Der starke Euro macht der Europäischen Zentralbank (EZB) vorerst keine Sorgen. "Grundsätzlich ist die Aufwertung des Euro ein Vertrauensbeweis. Wir müssen sehen, ob das nachhaltig ist", sagte EZB-Präsident Mario Draghi nach einer Sitzung des EZB-Rats in Frankfurt. Die EZB werde beobachten, ob sich durch die Aufwertung die Risiken für die Preisstabilität oder für die Konjunktur verändern oder nicht. "Grundsätzlich verfolgen wir kein Wechselkursziel."

Damit ließ Draghi einen Vorstoß von Frankreichs Staatspräsident François Hollande ins Leere laufen. Dieser hatte wegen des starken Euro eine aktivere Wechselkurspolitik verlangt. Auch in südeuropäischen Ländern wird die Stärke des Euro mit Besorgnis gesehen.

Eine zu starke Währung belastet vor allem Exporteure, deren Waren im Ausland dadurch teurer werden.

Die EZB hat in der Vergangenheit selbst vor zu großen Schwankungen an den Devisenmärkten gewarnt. Seit Sommer 2012 hat der Euro im Verhältnis zu vielen Währungen deutlich an Wert gewonnen, insbesondere zum japanischen Yen, zum US-Dollar und zum britischen Pfund.

Den Leitindex hält die EZB vorerst auf dem Rekordtief von 0,75 Prozent. Draghi sagte, er rechne mit einer rückläufigen Inflation sowie einer schrittweisen Konjunkturerholung. Der Dax Chart zeigen sprang nach den Aussagen des EZB-Chefs auf ein Tageshoch. Zeitweise lag der deutsche Leitindex 0,6 Prozent im Plus.

Die Daimler-Aktie Chart zeigen legte um mehr als zweieinhalb Prozent zu und gehörte damit zu den besten Werten im Dax. Der Verkauf der Anteile am Luft- und Raumfahrtkonzern EADS rettete den Autobauer 2012 vor einem Gewinnrückgang.

cte/Reuters



insgesamt 24 Beiträge
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Seite 1
deus-Lo-vult 07.02.2013
1. ...
Zitat von sysopDPADie Stärke des Euro beunruhigt Frankreichs Präsident François Hollande - er fordert von der EZB eine aktive Wechselkurspolitik. Doch Mario Draghi, der Chef der Zentralbank, geht auf den Vorstoß nicht ein. Er bezeichnet die Aufwertung der Währung als Vertrauensbeweis. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/draghi-ignoriert-hollandes-euro-forderung-a-882053.html
Wer eine weiche Währung möchte, der kann doch, gerne heute noch, aus dem Euro austreten und zu eigenen Währung zurückkehren!
hagard 07.02.2013
2. Stimmt so leider nicht...
Dieser Artikel zeigt leider noch nciht einmal die halbe Wahrheit. Besser informiert wird man z.B. hier: http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/EZB-zum-Zinsbeschluss-Draghi-sieht-starken-Euro-als-Abwaertsrisiko-fuer-Inflation-2262850
SchrägeWelt 07.02.2013
3. Ignoriert ?
Zum PK Termin nach 14:30 Uhr sinkt der Euro zum Dollar um fast 1,5 Cent !!! War bestimmt Zufall....
hagard 07.02.2013
4. Stimmt so leider nicht...
Dieser Artikel zeigt leider noch nicht einmal die halbe Wahrheit. Besser informiert wird man z.B. hier: http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/EZB-zum-Zinsbeschluss-Draghi-sieht-starken-Euro-als-Abwaertsrisiko-fuer-Inflation-2262850
oaonorm1 07.02.2013
5. Draghi=Goldman Sachs=GR Buchfälschung=wir sind am A
@deus-lo-vult Sie haben keinerlei Ahnung von der Materie. Wenn der Euroraum auseinanderbricht (es wird bei einzelnen austritten nicht bleiben, wenn einer geht gehen alle) muss die DM eingeführt werden, daraus folgt 40-50% Aufwertung, ein BIP Verlust von 20-25% und somit eine DEFLATIONSspirale. Was wird dann mit den 722Mrd Forderungen der Wirtschaft und den 2000Mrd der DB? Richtig, wir sind am A Plakative Sprüche können Sie sich sparen die gehen an der realität vorbei. GR ist im Euroraum weil Goldman Sachs die Bücher frisiert hat. Draghi ist dicke mit GS und auch mit allen anderen Merkel wird übrigens von GS "beraten", also von Leuten die mal bei GS waren :-) Das ganze ist eine Farce und ich freu mich schon auf den Zusammenbruch. Dann heulen alle rum und man wundert sich über Verhältnisse wie zur Französischen Revolution. Diesmal wird es halt die Politik und der Geldadel sein. Geschichte wiederholt sich, nur die Zeit der Zyklen variiert.
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