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Urteil: Drogeriekette Müller darf Rabattmarken der Konkurrenz einlösen

Frechheit siegt: Die Drogeriemarktkette Müller hat Rabattgutscheine von Konkurrenten wie dm, Rossmann oder Douglas angenommen. Das war laut Landgericht Ulm zwar eine Behinderung der Mitbewerber, unzulässig war es aber nicht.

Müller-Filiale in Stuttgart: Niederlage für die Wettbewerbszentrale Zur Großansicht
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Müller-Filiale in Stuttgart: Niederlage für die Wettbewerbszentrale

Ulm - Die Drogeriemarktkette Müller darf Rabattgutscheine von Konkurrenten entgegennehmen. Das entschied am Donnerstag das Landgericht Ulm und wies damit eine Klage der Wettbewerbszentrale zurück.

Müller hatte damit geworben, Rabattgutscheine etwa von dm oder Rossmann sowie Douglas-Parfümerien anzunehmen. Nach Ansicht des Gerichts stellt die Aktion zwar eine erhebliche Behinderung der betroffenen Mitbewerber dar, war jedoch nicht unzulässig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Wettbewerbszentrale will prüfen, ob sie Berufung einlegt. Die Zentrale ist eine Selbstkontrollinstitution der deutschen Wirtschaft zur Durchsetzung des Rechts gegen den unlauteren Wettbewerb.

(Az 11 O 36/14 KfH)

dab/dpa

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insgesamt 8 Beiträge
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1. Wo ist das Problem?
danielc. 20.11.2014
In meinen Studentenjob musste ich auch die Rabatt-Gutscheine der Wettbewerber einlösen. Neu ist nur, dass dies öffentlich bekannt gemacht wird. Vielleicht hört dann diese unsinnige Rabattschlacht endlich einmal auf.
2. Wettbewerbsschützer?
derbelgarath 20.11.2014
Welch Dreistigkeit stellt überhaupt diese Klage dar?Im Interesse des Wettbewerbs und der Verbraucher wäre eine Niederlage Müllers jedenfalls nicht gewesen!Es muß doch ehernes Gesetz sein: Einen Rabatt, den ein Händler einem Kunden aus welchem Grund auch immer gewährt, den müssen auch alle seine Mitbewerber jedem anderen Kunden auch anbieten dürfen - wenn sie es wollen.Denn nur das sichert einen fairen Wettbewerb!
3. Wo ist das Problem?
Bundeskanzler20XX 20.11.2014
Naja, es ist letzten Endes genau wie beim feilschen um den Preis, was auch in jedem Supermarkt erlaubt ist.Jeder kann z.B. in einem der bekannten Elektrofachgeschäfte den Preis Verhandeln und dort sagen, das das entsprechende Gerät beim Konkurrenten billiger ist. Das lässt sich sicher auch bei so Rabattaktionen umsetzen ohne an Gesetzen anzuecken.Man macht es dort aber sehr selten weil es sehr umständlich ist. Um den Preis handeln dürfen die Mitarbeiter in der Regel nicht, es bleiben also der Filialleiter und eventuell noch die Abteilungsleiter. Wenn man dann für ein paar Euro Stunden im Laden steht hat es sich schon nicht gelohnt...
4. Gutscheine per Post
ste2fi 20.11.2014
Naja, meine Rossmann-Gutscheine kommen per Post - und das dürfte für Rossmann nicht kostenlos sein. Setze ich die nun bei Müller ein, habe.
5. Wo ist das Problem?
duxer 20.11.2014
Macht DM doch seit Jahren, nur nicht so öffentlich.
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