Versteigerung Schlecker wird Werkzeug und Regale los

Alle Stücke fanden einen Käufer: Die insolvente Drogeriekette Schlecker hat ihr Inventar versteigert und dabei rund 250.000 Euro eingenommen. Das Geld war jedoch nicht Hauptzweck der Auktion.

Schlecker-Versteigerung in Ehingen: Mehrere tausend Einzelstücke
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Schlecker-Versteigerung in Ehingen: Mehrere tausend Einzelstücke


Ehingen - Die Auflösung von Schlecker ist in vollem Gange, viele Teile des einstigen Drogerie-Imperiums sind bereits verkauft. Nun wurde auch das Inventar von Schlecker zu Geld gemacht. Eine Versteigerung habe rund 250.000 Euro gebracht, sagte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Dienstag. Das Geld diene dazu, die Ansprüche der Gläubiger zumindest teilweise zu bedienen.

Die Auktion fand bereits in der vergangenen Woche im ehemaligen Schlecker-Zentrallager in Ehingen statt, an ihr beteiligten sich Handwerker und Einzelhändler. Unter den Hammer kamen unter anderem Elektrogeräte und Werkzeuge aus den firmeneigenen Werkstätten sowie Regale aus den Schlecker-Läden - insgesamt mehrere tausend Einzelstücke. Für alle fand sich laut den Insolvenzverwaltern ein Käufer.

Im Vergleich zu den gewaltigen Forderungen gegen Schlecker ist der Auktions-Erlös allerdings minimal. Die Gläubiger verlangen nach Angaben der Insolvenzverwaltung mehr als eine Milliarde Euro. Die Versteigerung sollte deshalb vor allem dazu dienen, die 13 Regionallager zu leeren, für die ein Makler im Moment nach Käufern sucht. Der Verkauf der Immobilien werde nun forciert, sagte der Sprecher von Geiwitz.

dab/dpa

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