Drogeriekette Schlecker schließt weitere 600 Filialen

Die Drogeriekette Schlecker will in den kommenden Wochen weitere Läden schließen. Einem Zeitungsbericht zufolge sollen bis Ende Februar bundesweit mehr als 600 unrentable Filialen dichtgemacht werden.

Vor einer Schleckerfiliale: Sanierungskurs wird 2012 weitergehen
dapd

Vor einer Schleckerfiliale: Sanierungskurs wird 2012 weitergehen


Stuttgart - Die Schließungswelle bei der Drogeriekette Schlecker läuft auch im neuen Jahr mit unverminderter Schnelligkeit weiter. Einem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" zufolge will Schlecker im ersten Quartal 2012 bundesweit mehr als 600 unrentable Filialen schließen. Schon am morgigen Mittwoch sollen die ersten zehn Läden in Baden-Württemberg dichtmachen - in der kommenden Woche 15 weitere.

Ein Unternehmenssprecher wollte die Zahl nicht bestätigen, sagte aber, dass Schlecker generell die Schließung unrentabler Filialen bis Ende des ersten Quartals fortsetzen werde. Schon in den vergangenen Monaten hatte das Unternehmen mit Sitz in Ehingen bei Ulm bundesweit 600 seiner knapp 8000 Filialen dichtgemacht und zugleich einige neue eröffnet. Laut "Stuttgarter Nachrichten" soll die Zahl der Märkte auf 5000 zurückgehen.

Die Schließungswelle und eine Umgestaltung etlicher Filialen soll helfen, in diesem Jahr einen Turnaround zu schaffen und nach Jahren wieder aus den roten Zahlen zu kommen. Schlecker setzte 2010 rund 6,55 Milliarden Euro um. Neuere Zahlen liegen derzeit nicht vor.

Das Unternehmen hat offenbar große Liquiditätsprobleme. Wie der SPIEGEL berichtet hatte, musste Schlecker die Waren aus den jüngst geschlossenen Filialen abziehen, um die Regale der noch offenen Läden zu bestücken. So sollten Produkte im Wert von bis zu 180 Millionen Euro neu verteilt werden, wie das Unternehmen im Dezember bestätigte hatte.



insgesamt 22 Beiträge
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reflexxion 17.01.2012
1. Gesundschrumpfung einmal anders
Zitat von sysopDie Drogeriekette Schlecker will in den kommenden Wochen weitere Läden schließen. Einem Zeitungsbericht zufolge sollen bis Ende Februar bundesweit mehr als 600 unrentable Filialen dicht gemacht werden. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,809484,00.html
Bitte alle Filialen schließen und die Firma abwickeln, es gibt genug andere Anbieter dieser Produktkategorie mit positiverem Erscheinungsbild.
Qual 17.01.2012
2.
Zitat von sysopDie Drogeriekette Schlecker will in den kommenden Wochen weitere Läden schließen. Einem Zeitungsbericht zufolge sollen bis Ende Februar bundesweit mehr als 600 unrentable Filialen dicht gemacht werden. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,809484,00.html
Sehr merkwürdig. Bei mir gab es immer nur Schlecker in Reichweite. Ursprünglich sogar bei mir im Haus. Es war immer viel Verkehr dort, auch jetzt bei dem weiter weg gelegenen Markt, den es damals schon gab. In letzter Zeit merke ich nur dass es einfachste Produkte einfach nicht mehr gibt(Bsp. Forena Creme). Man mag sich wünschen dass Schlecker komplett verschwindet. Bei mir allerdings ist dann der Grundbedarf nicht mehr erreichbar und ich wohne in einer Stadt! Nur halt im Osten. Natürlich bekommt man sämtliche "Grund-Produkte" in merkwürdiger Form und Zusammensetzung auch im Supermarkt, aber da diese das eigene Aussehen stark verändern können(Pickel, Hautirretationen(^^) usw.) würde ich gewisse Markenprodukte aus der Drogerie als "alternativlos" ansehen.
HuFu 17.01.2012
3.
Zitat von sysopDie Drogeriekette Schlecker will in den kommenden Wochen weitere Läden schließen. Einem Zeitungsbericht zufolge sollen bis Ende Februar bundesweit mehr als 600 unrentable Filialen dicht gemacht werden. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,809484,00.html
Wie sang doch einst Helge Schneider... "...Schlecker, der alte Monopolist". Und da gehen sie hin....
stefanbodensee 17.01.2012
4. Und Tschüß !
Moderne Sklavenhalterei in blau-weissem Gewand, falls der Laden komplett dichtgemacht würde, hätte ich relativ wenig Gewissensbisse.
picard95 17.01.2012
5. Seltsam...
...ich frage mich wer überhaupt in einer Drogerie einkaufen geht? Die haben kaum etwas was ein Vollsortiments-Supermarkt nicht auch hat und das Ambiente dieser Läden lädt nicht dazu ein, eine Art Einkaufserlebnis zu generieren bzw. extra einen Umweg zu fahren um in einem weiteren Geschäft einzukaufen und an der Kasse zu stehen. Man mag die Schliessung von vielen Drogerie-Filialen bedauern (vor allem die damit verbundenen Arbeitsplätze), aber wenn die Kundschaft ausbleibt kann selbst Schlecker nichts machen. Die Standortwahl mag auch ihren Teil dazu beigetragen haben. In Einkaufszentren gibt es mindestens einen grossen Supermarkt. Bei den kleinen Filialen in der (Alt-)Stadt müsste man einen Parkplatz bezahlen und die Dorffilialen wie bei mir liegen bei weitem nicht auf dem Arbeitsweg, sondern knapp 2km den Hügel hoch neben der Kirche.
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