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Auf Kapitalsuche: Chinesische Drohnenfirma soll zehn Milliarden wert sein

Drohnen von DJI haben es bereits bis in den Garten des Weißen Hauses geschafft. Nun will der chinesische Hersteller offenbar in großem Stil Wagniskapital einsammeln. Der Unternehmenswert soll dabei mit zehn Milliarden Dollar veranschlagt werden.

"Phantom"-Drohne von DJI: Investoren stürzen sich auf chinesische Unternehmen Zur Großansicht
AP/dpa

"Phantom"-Drohne von DJI: Investoren stürzen sich auf chinesische Unternehmen

Der chinesische Drohnen-Hersteller DJI will offenbar Hunderte Millionen Dollar an Kapital einsammeln. Mehrere Wagniskapitalgeber aus dem Silicon Valley seien an Gesprächen beteiligt, berichten "Forbes" und die "Financial Times" unter Berufung auf Eingeweihte. Dabei würde der Gesamtwert des Unternehmens auf zehn Milliarden Dollar geschätzt. DJI wollte die Bericht nicht kommentieren.

DJI stellt Drohnen für Hobbypiloten her und ist besonders für sein Model "Phantom" bekannt. Im Januar sorgte eines der Geräte für weltweites Aufsehen, als es auf dem Gelände des Weißen Hauses abstürzte. Laut inoffiziellen Zahlen verdiente das Unternehmen 2013 rund 130 Millionen Dollar, mittlerweile soll sich der Gewinn verfielfacht haben.

Erst im Dezember hatte der Smartphone-Hersteller Xiamoi rund 1,1 Milliarden Dollar an Kapital eingesammelt. Sein Wert wurde dabei auf etwa 45 Milliarden Dollar geschätzt. Auch der Rekord-Börsengang der Internetplattform Alibaba zeigte im September, welch große Hoffnungen Investoren derzeit auf chinesische Unternehmen setzen.

dab

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Drohnen im Einsatz: Krieg per Mausklick

Die wichtigsten Drohnentypen
"MQ-1 Predator"
Die "MQ-1 Predator" war im Jahr 1995 die erste Drohne, die bei der US-Luftwaffe zum Einsatz kam.

Hersteller: General Atomics Aeronautical Systems
Stückpreis: rund 4.5 Millionen Dollar
Bewaffnung: zwei Luft-Boden-Raketen "AGM-114 Hellfire"
Maße: 8,23 m lang, 14,84 m Flügelspannweite
Reichweite: 3704 km
Flughöhe: max. 7620 m
Steuerung: Fernsteuerung durch einen Piloten
"MQ-9 Reaper"
Die "MQ-9 Reaper"(früher "Predator B") basiert technisch gesehen auf der "MQ-1 Predator". Sie ist aber für den Angriff optimiert, da sie die zehnfache Waffenlast im Vergleich zum Ursprungsmodell befördern kann. Eingesetzt wird sie von der US-Marine und Luftwaffe.

Hersteller: General Atomics Aeronautical Systems
Stückpreis: 10,5 Millionen Dollar
Bewaffnung: bis zu 1361 kg
(z.B. Raketen der Typen "AGM-114 Hellfire" und "AIM-9 Sidewinder" oder Bomben der Typen "GBU-12 Paveway II" und "GBU-38 DAM")
Maße: 10,97 m lang, 20,12 m Flügelspannweite
Reichweite: 5926 km
Flughöhe: max. 15.400 m
Steuerung: Fernsteuerung durch einen Piloten
"RQ-7 Shadow 200"
Die "RQ-7 Shadow 200" dient bei der US Army und dem US Marine Corps zur Aufklärung. Sie ist seit 2003 im Einsatz und kann keine Ziele angreifen.

Hersteller: AAI Corporation
Stückpreis: 275.000 Dollar
Bewaffnung: keine
Maße: 3,4 m lang, 3,9 m Flügelspannweite
Reichweite: 125 km
Flughöhe: max. 4600 m
Steuerung: autonom, mit GPS
"RQ-4 Global Hawk" / "Euro Hawk"
Die "RQ-7 Global Hawk" wird als Langstrecken-Aufklärungsdrohne eingesetzt. Sie existiert in zwei Versionen. Die spätere (RQ-4B) wurde auch von der Bundeswehr als "Euro Hawk" eingeführt, ausgestattet mit Sensoren der deutschen EADS. Die Drohne ist wesentlich größer als "Predator", "Reaper" und "Shadow" und mit einem Strahltriebwerk ausgestattet.

Hersteller: Northrop Grumman
Stückpreis: 35 Millionen Dollar
Bewaffnung: keine
Maße: 13,53 m lang, 35,42 m Flügelspannweite (RQ-4A) bzw. 14,50 m lang, 39,89 m Flügelspannweite (RQ-4B)
Reichweite: 25.000 km (RQ-4A) bzw. 22.780 km (RQ-4B)
Flughöhe: max. 19.800 m
Steuerung: autonom, mit GPS


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