Cloud-Anbieter Dropbox feiert fulminantes Börsendebüt

Gelungener Auftakt: Die Aktie des Cloud-Anbieters Dropbox hat an ihrem ersten Handelstag kräftig zugelegt. Es war der größte Börsengang eines US-Technologieunternehmens seit dem Snap-Debüt im vergangenen Jahr.

Die Dropbox-Führung beim Börsengang
AFP

Die Dropbox-Führung beim Börsengang


Der Cloud-Anbieter Dropbox ist erfolgreich an der US-Technologiebörse Nasdaq gestartet. Die Aktie lag mit 29 Dollar rund 38 Prozent über dem Ausgabepreis von 21 Dollar. Die Firma wurde dadurch mit rund 12,7 Milliarden Dollar bewertet. Kurz nach dem Handelsstart legten die Papiere weiter zu und erreichten zwischenzeitlich einen Kurs von 31 Dollar. Der Nasdaq-Index insgesamt büßte dagegen 0,6 Prozent ein.

Zunächst hatte das Unternehmen seine Anteilsscheine für maximal 18 Dollar angeboten, dann wurde die Preisspanne wegen großer Nachfrage erhöht. Anleger rissen sich um die Papiere: Die Nachfrage nach der Aktie soll das Angebot um das 25-fache überstiegen haben.

Der Dropbox-Börsengang ist der größte eines US-Technologieunternehmens seit März 2017. Damals feierte der Snapchat-Betreiber Snap sein Debüt auf dem Aktienmarkt und erlöste 756 Millionen Dollar.

Kräftiges Umsatzwachstum

Im vergangenen Jahr steigerte Dropbox seinen Umsatz um 31 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar. Unterm Strich fiel jedoch ein Verlust von 111,7 Millionen Dollar an. Bei seiner letzten privaten Finanzierungsrunde war Dropbox vor vier Jahren mit zehn Milliarden Dollar bewertet worden.

Das 2007 gegründete Unternehmen aus San Francisco bot zunächst nur einen kostenlosen Service an, mit dem Verbraucher Fotos, Musik oder andere Daten teilen können. Für zusätzliche Funktionen oder Premium-Mitgliedschaften müssen die Nutzer bezahlen.

Ähnliche Funktionen bieten mittlerweile aber nicht nur der direkte Rivale Box, sondern auch Konzerne wie Google, Microsoft oder Amazon an. Dropbox konzentriert sich daher verstärkt auf Geschäftskunden.

Eigenen Angaben zufolge hat das Unternehmen elf Millionen zahlende Kunden in 180 Ländern. Die Zahl der registrierten Nutzer gab das Unternehmen im Börsenprospekt mit weltweit mehr als 500 Millionen an. Im Sommer 2016 musste Dropbox ein Sicherheitsleck einräumen. Dabei sollen 2012 mehr als 68 Millionen verschlüsselte Passwörter kompromittiert worden sein.

brt/Reuters

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