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Dunkle Vergangenheit: Porsche beschäftigte mehr Zwangsarbeiter als bekannt

Steht Porsche nicht zu seiner dunklen Vergangenheit? Der Sportwagenbauer hat nach SPIEGEL-Informationen während des Zweiten Weltkriegs offenbar Hunderte von Zwangsarbeitern beschäftigt. Das Unternehmen selbst spricht von maximal 50.

Ferdinand Porsche (rechts): Der legendäre Autokonstrukteur starb 1951 Zur Großansicht

Ferdinand Porsche (rechts): Der legendäre Autokonstrukteur starb 1951

Hamburg - Der Sportwagenbauer Porsche hat nach SPIEGEL-Informationen offenbar während des Zweiten Weltkriegs mehr Zwangsarbeiter beschäftigt, als er bislang zugibt. Nach Auswertung von teilweise bisher unbekanntem Archivmaterial schätzt der Automobil-Journalist Ulrich Viehöver die Zahl der Stuttgarter Porsche-Zwangsarbeiter auf etwa 300. Viehövers Recherche erscheint Anfang Oktober in einem neuen Buch über Stuttgarter NS-Täter, für das der Journalist Ferdinand Porsche porträtierte.

Das Unternehmen hatte diesen Teil seiner Geschichte lange verschwiegen. Mit der aufkommenden Entschädigungsdiskussion Ende der neunziger Jahre hatte man die Zahl der Zwangsarbeiter auf 10 bis 20 taxiert, inzwischen spricht Porsche selbst von "maximal 50 Zwangsarbeitern".

Dem SPIEGEL sagte der 88-jährige Pole Jan Karolczak, es seien mit ihm mindestens 70 Zwangsarbeiter bei Porsche beschäftigt gewesen.

böl

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