Duo an der Spitze Jain und Fitschen führen ab 2012 Deutsche Bank

Nun ist es offiziell: Anshu Jain und Jürgen Fitschen übernehmen im kommenden Jahr den Vorstandsvorsitz bei der Deutschen Bank. Josef Ackermann wird zum gleichen Zeitpunkt vom Chefposten an die Spitze des Aufsichtsrats wechseln.

Anshu Jain: Künftig Co-Chef von Deutschlands größtem Kreditinstitut
Deutsche Bank

Anshu Jain: Künftig Co-Chef von Deutschlands größtem Kreditinstitut


Frankfurt am Main - Diese Lösung zeichnete sich ab: Die Deutsche Bank wird künftig von einer Doppelspitze geführt. Der 48-jährige Investmentbanker Anshu Jain und der 62-jährige Deutschland-Chef Jürgen Fitschen übernehmen im Mai 2012 den Vorstandsvorsitz. Darauf verständigte sich der Aufsichtsrat am Montagabend einstimmig, wie die Deutsche Bank in Frankfurt mitteilte.

Damit wird das größte deutsche Geldinstitut ab dem kommenden Jahr von einem Duo geführt. Die beiden künftigen Co-Chefs lösen Josef Ackermann ab, der seinen Posten ein Jahr früher als geplant räumt. Zugleich werde laut der Bank angestrebt, dass der 63-jährige Ackermann auf der Hauptversammlung im Mai 2012 ins Kontrollgremium gewählt wird, um den Vorsitz zu übernehmen. Der bisherige Aufsichtsratschef Clemens Börsig werde dann sein Mandat niederlegen.

Dieser Personalentscheidung ging ein wochenlanges internes Ringen um die Macht bei der Deutschen Bank voraus. Insbesondere die Auseinandersetzungen zwischen Ackermann und dem eher unpopulären Aufsichtsratschef Clemens Börsig wurden von den Medien aufmerksam verfolgt.

Anshu Jain ist bislang der Chef der Investmentsparte des Geldhauses. Von London aus führt der 48-jährige die wichtigste und erfolgreichste Sparte der Bank - allein im ersten Quartal dieses Jahres erwirtschaftete das Investmentbanking drei Viertel des Gesamtgewinns. Der gebürtige Inder ist seit 1995 bei der Deutschen Bank und wird seit langem für den Vorstandsvorsitz gehandelt. Allerdings fehlen ihm für die alleinige Führung der Bank die politischen Kontakte in Deutschland, auch spricht Jain bislang kaum deutsch, daher galt er der Öffentlichkeit als schwer vermittelbar. Angeblich lernt Jain aber seit einiger Zeit Deutsch.

Als hierzulande bestens vernetzt gilt hingegen Jürgen Fitschen. Der 62-jährige Niedersachse genießt als langjähriger Firmenkundenchef das Vertrauen von Unternehmern im In- und Ausland. 1987 stieß der Wirtschaftswissenschaftler zur Deutschen Bank. Seine Wahl kann als Teilsieg für Börsig gewertet werden - er favorisierte Fitschen, während Ackermann sich angeblich seinen Landsmann Hugo Bänziger neben Jain gewünscht hätte.

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Seite 1
antabakaet 25.07.2011
1.
Ich tippe darauf, dass Fitschen als Übergangslösung eingeteilt wurde, bis Jain genug Deutsch kann und vernetzt ist. Dann ist Fitschen im Rentenalter und kann gehen. Unter Jain wird das Privatkundengeschäft natürlich richtig alt aussehen. Da hilft auch der Erwerb der Postbank nichts.
der_humanist 25.07.2011
2. Hier könnte ihre Werbung stehen!
Zitat von antabakaetIch tippe darauf, dass Fitschen als Übergangslösung eingeteilt wurde, bis Jain genug Deutsch kann und vernetzt ist. Dann ist Fitschen im Rentenalter und kann gehen. Unter Jain wird das Privatkundengeschäft natürlich richtig alt aussehen. Da hilft auch der Erwerb der Postbank nichts.
Welcher Redakteur hat das denn zu verantworten? Die Deutsche Bank ist nach Hermann Josef Abs IMMER von einem Duo geführt worden (Klasen/Ulrich/Guth/Christians/Herrhausen). Herrhausen war nach Abs der erste alleinige Sprecher, 40 Jahre lang war das ein Duo.
spiegelfocus 25.07.2011
3. warum macht jain das überhaupt?
Hat eigentlich irgendjemand auch Herr Jain gefragt, ob er wirklich auf mehrere Millionen Euro Jahresgehalt verzichten will? Obendrein wird er noch für jede seiner zukünftigen Entscheidungen mit garantierter Kapitalismuskritik von Deutschlands moralisch überlegenen Gutmenschen beglückt werden. Warum tut der Mann sich das an?
beebo 25.07.2011
4. Jain interessiert sich nicht für Deutschland
---Zitat--- Ich tippe darauf, dass Fitschen als Übergangslösung eingeteilt wurde, bis Jain genug Deutsch kann und vernetzt ist. Dann ist Fitschen im Rentenalter und kann gehen. ---Zitatende--- Wieso soll er Deutsch lernen und sich in Deutschland vernetzen. Die Gewinne der DB werden doch in London oder New York erzockt. Das Firmen- und Privatkundengeschäft in D bleibt auch weiterhin extrem Margenschwach, wegen der übermäßigen Konkurenz. Das Privatkundengeschäft ist unter Jain nur noch für die Beschaffung der Einlagen fürs zocken da. Es scheint auch, dass Jain mit seinen Zocken in 2011 auf die richtigen Anlagen gesetzt hat. Kann sich allerdings im 2. H noch ändern. Wer weiss.
spon-1277755831106 25.07.2011
5. verbieten
Der Wechsel in den Aufsichtsrat sollte gesetzlich verboten werden. Jetzt kontrolliert der Bursche sich selbst und hat noch immer die Fäden in der Hand. Aus Siemens sollten wir doch gelernt haben. Aber als Freund von Merkel, kann Ackermann ja machen was er will.
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