DuPont und Dow Chemical Chemie-Giganten planen Mega-Fusion

In den USA bahnt sich eine gigantische Unternehmensfusion an: Dow Chemical und DuPont wollen sich zum größten Chemiekonzern der Welt zusammenschließen - und damit die deutsche BASF ablösen.

DuPont-Fabrik in Texas: Konkurrenz für BASF
REUTERS

DuPont-Fabrik in Texas: Konkurrenz für BASF


Die US-Unternehmen Dow Chemical Chart zeigen und DuPont wollen offenbar den größten Chemiekonzern der Welt schmieden. Das berichten die Nachrichtenagenturen Reuters und Bloomberg sowie die Zeitung "Wall Street Journal". Zusammen kämen beide auf einen Börsenwert von mehr als 120 Milliarden Dollar. Noch in dieser Woche könnte es zu einer Übereinkunft kommen, hieß es.

Dow Chemical und DuPont wollten sich nicht zu möglichen Fusionsplänen äußern. Sollten sich beide Konzerne zusammenschließen, wäre dies die größte Fusion in der Geschichte der Chemiebranche. Der neue Konzern wäre größer als der bislang weltgrößte Branchenriese BASF.

Nach dem Zusammengehen soll das Unternehmen allerdings möglicherweise in zwei oder drei Teile aufgespalten werden, hieß es weiter. Noch sei das Geschäft aber nicht besiegelt. Die Gespräche könnten immer noch scheitern, berichteten Insider.

Für DuPont verlief das Jahr bereits sehr turbulent. Im Oktober trat die langjährige Unternehmenschefin Ellen Kullman überraschend zurück. Kullman war von Seiten der Investmentfirma Trian Fund Management unter Druck geraten. Der Großaktionär hatte kräftige Kostensenkungen und eine Aufspaltung des Konzerns gefordert. Diesen Vorschlag hatte Kullman als kostenträchtig und riskant zurückgewiesen. Auch Dow-Chemical-Chef Andrew Liveris bekam den Druck eines aktiven Aktionärs zu spüren.

Analysten spekulieren bereits seit längerem über einen Zusammenschluss der Agrarchemiesparten der beiden Firmen. Beide Konzerne stellen gentechnisch verändertes Saatgut her. Auch dem US-Saatgutkonzern Monsanto Chart zeigen wird nachgesagt, Interesse an den Geschäftsbereichen zu haben. Monsanto-Chef Hugh Grant hatte erst im vergangenen Monat gesagt, in der Branche spreche "jeder mit jedem".

stk/dpa-AFX/Reuters



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