Atlanta - Es ist eine Geschichte der Pleiten, Pech und Pannen. Schon fünfmal hat Boeing
den Jungfernflug seines Prestigeobjektes 787 Dreamliner verschoben. Doch nun hat der Flugzeugbauer nach eigenen Angaben entscheidende Probleme beim Bau seines Hoffnungsträgers behoben. Die Schnittstellen zwischen Rumpf und Flügeln seien erfolgreich verstärkt worden, teilte der Konzern am Donnerstag mit.
Dies sei ein äußerst wichtiger Schritt auf dem Weg zum Jungfernflug, der nach wie vor noch für dieses Jahr geplant sei. Ende Juni hatte der Airbus-Rivale zuletzt den Erstflug seines Prestigeobjekts wegen baulicher Probleme verschoben. Die Auslieferung des Flugzeugs, für das nach früheren Angaben rund 850 Bestellungen existieren, liegt rund zwei Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück.
Die ausufernden Kosten des Dreamliners haben Boeing im dritten Quartal in die roten Zahlen gestürzt. Trotz leicht gestiegener Umsätze ergab sich ein Minus von 1,56 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 695 Millionen Dollar vermeldet.
Wegen der massiven Verzögerungen musste der zuständige Chef der Verkehrsflugzeugsparte im Oktober zurücktreten und wurde durch den bisherigen Leiter der Militärsparte, Jim Albaugh, ersetzt. Boeing plant, ab Ende 2013 zehn Dreamliner pro Monat zu produzieren.
fro/Reuters
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