US-Austritt aus Atomabkommen DZ-Bank will Geschäfte mit Iran aussetzen

Nach dem Ausstieg aus dem Iran-Deal haben die USA europäischen Unternehmen mit Sanktionen gedroht, sollten sie weiter Geschäfte dort führen. Die DZ-Bank will nun Zahlungen aussetzen - die EU wappnet sich.

DPA


Die genossenschaftliche DZ-Bank will alle ihre Zahlungsgeschäfte mit Iran ab dem 1.Juli vollständig aufheben. Das teilte ein Banksprecher mit. Die DZ-Bank in Frankfurt ist das Zentral-Institut des Volks- und Raiffeisenbanksektors und gehört zu den größten deutschen Banken.

US-Präsident Donald Trump hat den Ausstieg seines Landes aus dem internationalen Atomabkommen mit Iran beschlossen. Damit müssen Firmen, die mit dem islamischen Land Geschäfte machen, künftig Sanktionen der USA fürchten. Die Europäische Union will dagegen an dem Atomabkommen festzuhalten.

Die EU-Kommission hat auf Wunsch der Mitgliedstaaten ein altes Abwehrgesetz auf den Weg gebracht, um europäischen Unternehmen die Einhaltung der US-Sanktionen gegen den Iran zu verbieten - und sie damit zu schützen. Das sogenannte "Blocking Statute", unter dem auch Klagen gegen Washington möglich wären, ist aber noch nicht in Kraft getreten.

ans/Reuters



insgesamt 11 Beiträge
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navitrolla 19.05.2018
1. Unschön
Da sollte ich mir jetzt mal Gedanken um den Wechsel meines Kreditinstitutes machen. Dieser vorauseilende Gehorsam in Richtung USA ist unerträglich.
davidmasch 19.05.2018
2. Ausgerechnet eine Genossenschaftsbank
Warum muss es ausgerechnet eine Genossenschaftsbank sein, die Trump und seinem neuen hiesigen Stadthalter Grenell als erste in den Arsch kriecht?
janne2109 19.05.2018
3. jau
jau, das ist doch fein, alle knicken vor Trump und seinen Ideen ein. Völlig egal ob das Abkommen mit dem Iran besser gestaltet hätte werden müssen. Es war damals nicht anders möglich- Punkt. Die Wiedervereinigung ist auch nicht ohne böse Wunden vorstatten gegangen, war aber damals auch der einzig machbare Weg in der Kürze der Zeit - Punkt. doofe Frage - was sagen all die Trump-Kriecher eigentlich wenn es einen Flächenbrand dort unten gibt?
Schmitz70 19.05.2018
4. Schwach
Sich den USA zu beugen. Wenn die EU da nicht mit Gegenmaßnahmen gegensteuert wird sie und damit wir alle zum Vasallen der USA und noch schlimmer zum Vasallen eines Deppen.
christerix 19.05.2018
5. Allesamt Lügner
Trump bricht internationale Verträge - und alle machen mit. Welch ein Lügenapparat! Dass Geld die Welt regiert, ist bekannt. Doch kepieren wohl die Geschäftsmänner nicht, dass der Schaden am Ende größer ist, als wenn man jetzt mitspielt. Trump zu unterstützen wird unsere Welt in ein noch größeres Chaos stürzen. Klar, US-Sanktionen sind kein Witz. Aber ein Krieg ist unbezahlbar. Und der wird unter Trump kommen.
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