Frankfurt am Main - Die Aktie des größten deutschen Energieversorgers E.on
ist am Dienstag nach einer überraschenden Gewinnwarnung drastisch eingebrochen. Zeitweise verlor die Aktie mehr als zehn Prozent.
Der Konzern hatte am Montagabend unerwartet seine Prognose für 2013 gekappt. Das angestrebte Ziel eines nachhaltigen Gewinns von 3,2 bis 3,7 Milliarden Euro erscheine 2013 angesichts der erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten und der strukturellen Veränderungen im Energiesektor nicht mehr erreichbar, teilte das Unternehmen mit. Für das laufende Jahr bestätigte der Konzern hingegen die Ziele.
Die Gewinnwarnung kam überraschend. Noch bei der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen im August hatte E.on den Eindruck vermittelt, es gehe nach der Energiewende wieder aufwärts. Konzernchef Johannes Teyssen sagte damals: "Wir haben die Talsohle durchschritten."
Nun geht es offenbar doch weiter nach unten. Sorgen bereitet vor allem das schlechtere Marktumfeld, das sich beim Absatz bemerkbar macht. Die verkaufte Strommenge sank bis Ende September um ein Prozent, nachdem der Stromabsatz bis zur Jahresmitte noch stabil war. Beim Gas ging der Anstieg bei der verkauften Menge spürbar zurück. Nach einem Plus von elf Prozent bis Ende Juni waren es nach neun Monaten nur noch fünf Prozent.
Eine schnelle Besserung erwartet der Konzern offenbar nicht. Das Unternehmen überprüfe auch die bisherigen Aussagen für das Jahr 2015, teilte der Konzern mit. Bislang hatte E.on bis 2015 eine deutliche Steigerung des Gewinns je Aktie in Aussicht gestellt.
stk/dapd/Reuters
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