Energie E.on bietet Innogy-Aktionären knapp 40 Euro je Aktie

E.on hat sein Übernahmeangebot für den Konkurrenten Innogy vorgelegt. Wenn die Aktionäre zustimmen, soll der größte Teil des Geschäfts mit Erneuerbaren Energien an RWE gehen.

E.on-Zentrale in Essen
dapd

E.on-Zentrale in Essen


Bei der Zerschlagung der RWE-Tochter Innogy sind jetzt deren Aktionäre am Zug. Der Energiekonzern E.on hat am Freitag sein Übernahmeangebot für ihre Aktien veröffentlicht. E.on will den Aktionären, die gut 23 Prozent des Innogy-Kapitals halten, 38,40 je Aktie zahlen. Die Annahmefrist endet am 6. Juli.

Hintergrund des Angebots ist der Plan von E.on und RWE, ihre Geschäfte komplett neu zu ordnen. Dazu will E.on im ersten Schritt Innogy übernehmen. Anschließend soll es einen umfangreichen Tausch von Geschäftsaktivitäten und Vermögenswerten zwischen E.on und RWE geben.

Am Ende will E.on sich ganz auf die Energienetze und das Endkundengeschäft konzentrieren. RWE würde zu einem reinen Stromproduzenten aus konventionellen und erneuerbaren Energien. Außerdem soll RWE mit knapp 16,7 Prozent an E.on beteiligt werden. E.on erwartet den Vollzug des Übernahmeangebots nicht vor Mitte 2019.

Vorstand und Aufsichtsrat von Innogy haben jetzt zwei Wochen Zeit, um das Angebot zu bewerten und Stellung zu nehmen. Nach Angaben im jüngsten Innogy-Geschäftsbericht hält der amerikanische Vermögensverwalter Blackrock knapp 5 Prozent des Kapitals, 18 Prozent entfallen auf sonstige institutionelle Investoren. Privatanleger halten danach weniger als 1 Prozent des Innogy-Kapitals, E.on und RWE den Rest.

Bei E.on sollen nach der Transaktion rund 5000 Stellen gestrichen werden. Vorstandschef Johannes Teyssen versicherte in der Mitteilung, man werde den "unvermeidlichen" Abbau von Arbeitsplätzen sozialverträglich und in Abstimmung mit den Sozialpartnern gestalten.

mik/dpa



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Europa! 27.04.2018
1. Es geht wohl nicht anders
Die deutschen Energieversorger müssen sich neu sortieren. Das ist im Wesentlichen die Folge der erratischen Energiepolitik der Bundesregierung unter Angela Merkel. Man kann nur hoffen, dass die Neuordnung rasch gelingt. Weitere Experimente kann sich Deutschland nicht leisten.
holger.heinreich 27.04.2018
2. Naja,
daß EON umbaut, ist ja nun wirklich nicht so überrachend, EON hat Milliarden bei sehr fragwürdigen Investitionen verloren und Teyssen läßt gerne die EON-Mitarbeiter bluten, die für all die Probleme, für die die Führung sorgt, keine Verantwortung tragen. EON hätte auch ohne Merkels fragwürdige Energiepolitik genug Probleme.
ulrics 27.04.2018
3.
Zu wenig. Innogy wäre innerhalb weniger Jahre auf 100 gestiegen.
Emil Peisker 28.04.2018
4. Fraglich...
Zitat von ulricsZu wenig. Innogy wäre innerhalb weniger Jahre auf 100 gestiegen.
Innogy hat die höchsten Preise, bedient sich bei Wohnungswechseln fiesen Tricks. Wir hatten im August einen Mietvertrag mit dem Vermieter mit Beginn 1.10. abgeschlossen. Drei Tage später, (3.10.) kündigte Innogy uns an, dass wir jetzt den Strom von ihnen beziehen. Wir teilten Innogy mit, dass wir schon unserem bisherigen Versorger den Auftrag gegeben hätten. Innogy teilte uns dann mit, dass der Vermieter ihnen mitgeteilt habe, dass wir seit August einen Mietvertrag haben und Innogy wies darauf hin, dass die mögliche Kündigungsfrist schon Ende September abgelaufen sei. Erst zum Ende des Monats Januar, nach Einschaltung unseres RA's bekamen wir die berechneten Stromkosten zurück und unser bisheriger Versorger die Möglichkeit zu liefern. Der Unterschied zu den Tarifen betrug 7cent/Kwh. Die Stimmung bei anderen Stromkunden ist trotz des irreführenden Namens alles andere als gut. In 10 Jahren wird Innogy nicht besser dran sein als heute. Es gibt wesentlich lukrativere Investments als diesen Laden.
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