Düsseldorf - Die Positivnachrichten für E.on sind zuletzt selten gewesen - doch an diesem Dienstag gab es wieder eine: Der größte deutsche Energieerzeuger hat sich nach jahrelangen Verhandlungen mit der russischen Gazprom auf Preisnachlässe bei den langfristigen Gaslieferverträgen geeinigt. Die Abmachung gelte rückwirkend seit dem vierten Quartal 2010, teilte E.on mit.
Das Verhandlungsergebnis verbessere das Halbjahresergebnis von E.on um etwa eine Milliarde Euro, hieß es. Die Verträge zum Gasbezug sind nun nicht mehr in dem Maße wie früher an den hohen Ölpreis gekoppelt.
Auf Basis dieser Einigung hob der Konzern seine Prognose für das Gesamtjahr deutlich an: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll 2012 nun zwischen 10,4 und 11,0 Milliarden Euro liegen. Bisher war E.on von 9,6 bis 10,2 Milliarden Euro ausgegangen. Das um Sondereffekte bereinigte Nettoergebnis soll nun zwischen 4,1 und 4,5 Milliarden Euro (bisher: 2,3 bis 2,7 Milliarden Euro) betragen.
E.on befindet sich derzeit in einem drastischen Umbruch. Das Management hat massive Stellenstreichungen angekündigt. Die Konzernleitung solle gestrafft, das Deutschland-Geschäft neu ausgerichtet und die Gas- und Handelseinheiten in eine Gesellschaft zusammengeführt werden.
yes/dpa/Reuters
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