Geschäftsjahr 2013 E.on-Gewinn sinkt um die Hälfte

E.on hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Umsatz und Gewinn gemacht als noch 2012. Die Stromerzeugung sank zudem deutlich. Als Grund für die mauen Geschäfte gibt der Konzern die Energiewende und die schwache Konjunktur in Südeuropa an - und erwartet einen weiteren Rückgang der Profite.

Elektroauto vor E.on-Zentrale in Essen: Wenig Anzeichen für bessere Lage
DPA

Elektroauto vor E.on-Zentrale in Essen: Wenig Anzeichen für bessere Lage


Düsseldorf - E.on hat die Auswirkungen der Energiewende und die anhaltende Euro-Krise im vergangenen Jahr massiv zu spüren bekommen. Der größte deutsche Energieversorger musste im Geschäftsjahr 2013 einen Rückgang seines sogenannten nachhaltigen Konzernüberschusses um 46 Prozent auf 2,24 Milliarden Euro hinnehmen, wie das Unternehmen mitteilte.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ging um 14 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro zurück, der Umsatz verringerte sich um sieben Prozent auf 122,4 Milliarden Euro.

Auch für die Zukunft sind die Aussichten des Konzerns eher trüb. "Richten wir den Blick nach vorne, müssen wir nüchtern feststellen, dass es wenig Anzeichen dafür gibt, dass sich das Marktumfeld schnell und spürbar verbessern wird", sagte Vorstandschef Johannes Teyssen vor der Bilanzpressekonferenz.

Die Folgen der politischen Entscheidungen und die damit verbundenen Marktpreise für die konventionellen Energien belasteten weiterhin die Stromerzeugung und damit einen der traditionellen Eckpfeiler des E.on-Geschäfts, fügte er hinzu. Im laufenden Jahr werde der operative Gewinn wohl weiter auf 8,0 bis 8,6 Milliarden Euro zurückgehen. Bereits jetzt hat der Konzern die Dividende von 1,10 Euro auf 60 Cent gekürzt.

Auslandsgeschäft außerhalb der EU schwierig

E.on kündigte an, auch in Zukunft unrentable Kohle- und Gaskraftwerke stillzulegen. Der Konzern überprüfe bei der konventionellen Stromerzeugung regelmäßig die Rentabilität der Anlagen und nehme diese notfalls vorübergehend oder für immer außer Betrieb, sagte Teyssen. Bislang habe das Unternehmen die Stilllegung von Anlagen mit einer Kapazität von zusammen fast 13 Gigawatt beschlossen. Das entspreche mehr als einem Viertel der gesamten konventionellen Flotte von E.on Chart zeigen in Europa.

Trotz des Gewinnrückgangs steht E.on im Vergleich zu den drei anderen großen Energieversorgern Deutschlands - RWE Chart zeigen, Vattenfall Chart zeigen und EnBW Chart zeigen - noch gut da. Konkurrent RWE musste vor kurzem für das vergangene Jahr sogar den ersten Nettoverlust seit mehr als 60 Jahren vermelden.

Im Gegensatz zu RWE hat E.on in den vergangenen Jahren verstärkt im außereuropäischen Ausland investiert. Allerdings mehren sich auch dort in letzter Zeit die Probleme: In Russland fiel das operative Ergebnis vor allem wegen des zum Euro schwachen Rubel um sechs Prozent auf 687 Millionen Euro. In den weiteren Nicht-EU-Ländern schrieb E.on sogar einen operativen Verlust von 154 Millionen Euro. In der Türkei machte dem Konzern ebenfalls die schwache Landeswährung zu schaffen. Und in Brasilien verhagelten unter anderem Verzögerungen bei der Inbetriebnahme neuer Kraftwerke die Bilanz.

fdi/AFP/Reuters/dpa

insgesamt 7 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
hesekiel2517 12.03.2014
1. Neue Geschäftsfelder
Zitat von sysopDPAE.on hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Umsatz und Gewinn gemacht als noch 2012. Die Stromerzeugung sank zudem deutlich. Als Grund für die mauen Geschäfte gibt der Konzern die Energiewende und die schwache Konjunktur in Südeuropa an - und erwartet einen weiteren Rückgang der Profite. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/e-on-halbiert-im-geschaeftsjahr-2013-gewinn-und-warnt-vor-einbussen-a-958149.html
...E.on wird langsam klug.Mittlerweile weiss auch E.on,dass nichts mehr an der Solar Energie vorbeiführt und bietet nun selber solaranlagen und Speichersystem an: http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=6&ved=0CGkQFjAF&url=http%3A%2F%2Fwww.hna.de%2Fanzeigen%2Fspecials%2Fregionales%2Feon-mitte-vertrieb%2Feon-bietet-speicherloesung-solarstrom-2991090.html&ei=XR4gU87UMIrMtQb284CABQ&usg=AFQjCNGrmUWuuQoUp9KqrnGVyaH3JgtdPw
u.loose 12.03.2014
2. Mission accomplished
Die "Energiewende" zeigt Wirkung und Nebenwirkung... Unterm Strich bleibt bei ALLEN ein Scherbenhaufen zurück... War wohl ein Schuss in den Ofen - macht aber nichts, es wird von der Politik sicher weiter Richtung Wand gedampft.
knieselstein 12.03.2014
3. Schöner link ;-)
Zitat von hesekiel2517...E.on wird langsam klug.Mittlerweile weiss auch E.on,dass nichts mehr an der Solar Energie vorbeiführt und bietet nun selber solaranlagen und Speichersystem an: http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=6&ved=0CGkQFjAF&url=http%3A%2F%2Fwww.hna.de%2Fanzeigen%2Fspecials%2Fregionales%2Feon-mitte-vertrieb%2Feon-bietet-speicherloesung-solarstrom-2991090.html&ei=XR4gU87UMIrMtQb284CABQ&usg=AFQjCNGrmUWuuQoUp9KqrnGVyaH3JgtdPw
nichts außer Marketing-Lyrik und Adressenfang Butter bei die Fische ;-) Speicherkapazität, Preis mit Blauplatten und Montage Zahl der Ladezyklen, Garantiezusagen
u.loose 12.03.2014
4. Das ist pillepalle
Zitat von hesekiel2517...E.on wird langsam klug.Mittlerweile weiss auch E.on,dass nichts mehr an der Solar Energie vorbeiführt und bietet nun selber solaranlagen und Speichersystem an: http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=6&ved=0CGkQFjAF&url=http%3A%2F%2Fwww.hna.de%2Fanzeigen%2Fspecials%2Fregionales%2Feon-mitte-vertrieb%2Feon-bietet-speicherloesung-solarstrom-2991090.html&ei=XR4gU87UMIrMtQb284CABQ&usg=AFQjCNGrmUWuuQoUp9KqrnGVyaH3JgtdPw
E.on wird auf längere Sicht den "Markt" Deutschland links liegen lassen und sich weiter global aufstellen. Der erste Schritt ist ja schon getan - AG war gestern SE ist in. Ist ja auch nachvollziehbar wirtschaftliche Sicherheiten und Rahmenbedingungen sind in Deutschland nicht mehr gegeben.
OskarVernon 12.03.2014
5.
Zitat von u.looseE.on wird auf längere Sicht den "Markt" Deutschland links liegen lassen und sich weiter global aufstellen. Der erste Schritt ist ja schon getan - AG war gestern SE ist in. Ist ja auch nachvollziehbar wirtschaftliche Sicherheiten und Rahmenbedingungen sind in Deutschland nicht mehr gegeben.
Das ist ein von gewählten Politikern vorsätzlich herbeigeführter Zustand und schon lange abzusehen gewesen. Kein Grund also, den zu beklagen: Es hat reichlich warnende Stimmen gegeben - und auch genügend Zeit und Gelegenheiten, diesen Zustand abzuwenden. Das aber haben die Wähler offensichtlich mit Masse nicht gewollt - nun seht mal zu...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.