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Kraftwerkssparte: Neue E.on-Gesellschaft heißt Uniper

Klaus Schäfer (l.), Teyssen: Finanzvorstand wird Chef der Kraftwerkssparte Zur Großansicht
DPA

Klaus Schäfer (l.), Teyssen: Finanzvorstand wird Chef der Kraftwerkssparte

Die abgespaltene Schwesterfirma von E.on hat einen neuen Namen: Uniper - das Wort hat sich unter anfangs 3000 Vorschlägen durchgesetzt. Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft wird der bisherige E.on-Finanzchef Klaus Schäfer.

Der künftig gespaltene Energiekonzern E.on hat richtungsweisende Entscheidungen getroffen. Der Aufsichtsrat hat die neuen Führungsteams benannt: Chef der Kraftwerkssparte wird Finanzvorstand Klaus Schäfer, die Gesellschaft solle künftig Uniper heißen, teilte E.on mit.

Uniper stehe für "Unique Performance" und damit für "einzigartige Leistungsfähigkeit" und hohe Kompetenz. Ein langjähriger Mitarbeiter habe den Namen vorgeschlagen, er habe sich unter anfangs 3000 Vorschlägen durchgesetzt. Das neue Unternehmen mit den Schwerpunkten konventionelle Stromerzeugung, Energiehandel sowie Exploration und Produktion nehme seine Geschäftstätigkeit zum Jahresbeginn 2016 unter dem neuen Namen auf, heißt es in der Mitteilung. Uniper werde in Düsseldorf angesiedelt.

E.on will seine Geschäfte in Essen konzentrieren, schreibt der Konzern. Das Finanzressort von E.on übernimmt Michael Sen, derzeit Finanzchef von Siemens Healthcare, der Gesundheitssparte des Unternehmens. Sen soll den neuen Posten bereits zum 1. Juni antreten.

Wie der SPIEGEL berichtete, soll der bisherige Chef Johannes Teyssen den zukunftsträchtigen Bereich der erneuerbaren Energien leiten. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Die neue Ausgabe finden Sie hier.) Die Kernmarke des Konzerns soll auch die Sparten Energienetze und Kundenlösungen vorantreiben.

Hauptgrund für die Aufspaltung des Konzerns sei laut Teyssen, dass sich die unterschiedlichen Geschäftsfelder nur in getrennten Organisationen optimal weiterentwickeln ließen. Kritiker vermuten, dass der E.on-Chef Altlasten aus dem Atom- und Kohle-Engagement des Konzerns in eine Art öffentliche Bad Bank ausgliedern wolle, um das Zukunftsgeschäft mit erneuerbaren Energien nicht zu gefährden.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 25 Beiträge
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1. Toller Name
bristolbay 27.04.2015
und wie wird es mit den Rückstellungen für den Abbau der Atomkraftwerke? Heisst dieses Konto zufällig "Staatsaufgabe"
2. Arme Aktionäre
rickmarten 27.04.2015
Die EON-Aktien muss nun auch aufgespalten werden. Damit sind die Aktionäre dann in zwei Energie-Welten investiert. Wie sich die beiden Unternehmen an der Börse schlagen, weiss kein Mensch. Es wird so oder so ein Verlustgeschäft für die Aktionäre. Einst große deutsche Unternehmen VEBA/Preussag gehen über EON den Bach runter. Ein schlechtes Zeichen.
3. Nicht sehr orginell
benny_to_go 27.04.2015
Die Firma gibt es bereits. Die heißt Uniper Networks, googlen hilft.
4. Und wieder geschafft!
99luftballons 27.04.2015
Die Risiken der Atommeilerabwrackung werden keine Boni gefaehrden, sondern im 'Zweifelsfalle' dem Steuerzahler ueberschrieben werden. Mit der Insolvenz dieses 'Altgeschaeftes'. War gut genug, fuer Zich Milliarden Gewinne. War zum grossen Teil finanziert, von der oeffentlichen Hand. Das Maerchen vom billigem Strom, das Endkapitel wird erst noch geschrieben!
5.
webstoney 27.04.2015
Zitat von benny_to_goDie Firma gibt es bereits. Die heißt Uniper Networks, googlen hilft.
Genau. Da googelt man, dass die Firma "Juniper Networks" heißt.
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