3,2-Milliarden-Euro-Deal: E.on verkauft Gasnetz an Finanzinvestoren

Der Deal ist perfekt: Deutschlands größter Energiekonzern E.on verkauft sein Ferngasnetz an ein Konsortium von Finanzinvestoren um die australische Bank Macquarie. Kaufpreis: 3,2 Milliarden Euro.

E.on-Chef Teyssen Verkauf des Ferngasnetzes perfekt Zur Großansicht
ddp

E.on-Chef Teyssen Verkauf des Ferngasnetzes perfekt

Düsseldorf - Der größte deutsche Energiekonzern E.on hat einen Käufer für sein Ferngasnetz ausgewählt. Das 12.000 Kilometer lange Netz geht für 3,2 Milliarden Euro an ein Konsortium um die australische Bank Macquarie, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.

Zu dem Konsortium gehören unter anderem British Columbia Investment Management und eine Kapitalanlagegesellschaft der Münchener Rück. Der Kaufpreis beinhaltet unter anderem die Übernahme von Pensionsverpflichtungen. Der Unternehmenswert liegt den Angaben zufolge bei 2,9 Milliarden Euro. Die Transaktion soll im dritten Quartal abgeschlossen werden, das Bundeskartellamt und das Bundeswirtschaftsministerium müssen noch zustimmen.

E.on-Ruhrgas hatte das Netz im Herbst 2010 in die Gesellschaft Open Grid Europe (OGE) ausgegliedert. Das Gasnetz ist das größte in Europa und gilt mit seinen Pipelines in Ost-West- und in Nord-Süd-Richtung als die Drehscheibe für Gas in Europa.

Leer gehen die anderen Bieter aus. Ein weiterer Interessent war der französische Versorger GDF Suez. Auch eine Gruppe um den belgischen Energiekonzern Fluxy sowie ein Konsortium um den Versicherer Allianz sollen Angebote abgegeben haben.

ssu/dpa/Reuters

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1. bald alles verkauft?
keining 16.05.2012
Wenn E.on weiter alles verkauft was es hat, dann bleibt zwar ein entschuldetes Unternehmen uebrig aber dieses hat dann ev. nicht mehr viel Substanz, von Innovationskraft ganz zu schweigen. Auch die noetige Substanz, beim Rueckbau der KKWs unerwartet auftretende Probleme (wie z.B. Verschaerfung der Vorschriftenlage) abzufangen, wird gemindert.
2. optional
lupenrein 16.05.2012
Die deutsche Infrastruktur gerät zunehmend in die Hand von 'Geschäftsleuten'. Bahn, Post, Telekom, Wohnungen, Energieversorgung..... Schöne Zukunft weiterhin !
3. Was soll das Gejammere
cirkular 16.05.2012
E.on ist doch schon lange privatisiert. Nur weil jetzt Investoren in Australien das Sagen haben, geht die Welt doch nicht unter.
4. <->
silenced 16.05.2012
Zitat von cirkularE.on ist doch schon lange privatisiert. Nur weil jetzt Investoren in Australien das Sagen haben, geht die Welt doch nicht unter.
Tja, das sollte man nicht so leichtfertig dahinsagen. Wenn die ihr Gasnetz genauso 'gewartet' haben wie ihr Stromnetz, dann gute Nacht und kein Gas mehr. Am Ende wird das Netz an den Staat verkauft, natürlich mit ordentlich Gewinn, welcher es dann erstmal sanieren darf, eben weil es 'kritische Infrastruktur' ist. Sicher, alles Schwarzmalerei, aber abwarten.
5. optional
slimp86 16.05.2012
Einmal die Woche für 90€ Volltanken ist ok aber sobald es um Strom geht sind die Stromkonzerne der Teufel auf Erden. Zu wenig Substanz für Innovationen? 3,2 Mrd € sind keine Substanz für Innovationen??? Was ist an privatisiertem schlecht? Fast alle Stadtwerke (bis auf Ausnahmen in den Medien) arbeiten nicht wirtschaftlich. Schlechte Wartung vom Stromnetz? Wann hatten Sie den Ihren letzten Stromausfall? o.O Als E.ON das Netz gehörte gabs im Norden keine Windparks, warum sollten dafür Stromnetze gebaut werden??
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  • Mittwoch, 16.05.2012 – 16:16 Uhr
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