Auf Druck von Hedgefonds Ebay prüft Verkauf von Kleinanzeigen-Geschäft

Zwei Hedgefonds drängen Ebay dazu, sich aufzuspalten. Die Plattform für Onlinehandel überlegt nun, sich von Beteiligungen zu trennen.

Ebay-Logo in Kalifornien (Archivbild)
REUTERS

Ebay-Logo in Kalifornien (Archivbild)


Ebay will seine Konzernstruktur auf den Prüfstand stellen: Die Plattform für Onlinehandel prüft auf Druck einflussreicher Hedgefonds die Abspaltung von einzelnen Geschäftsbereichen. Dabei gehe es - wie von den Hedgefonds verlangt - um die Online-Ticketbörse StubHub und die Ebay Classifieds Group, zu der auch die deutschen Angebote Ebay Kleinanzeigen und Mobile.de gehören, teilte das Unternehmen mit.

Die Finanzinvestoren Elliott Management und Starboard Value fordern die Aufgabe der Beteiligungen, um den Aktienwert zu erhöhen. Ebays Mitteilung ließ die Aktie zeitweise um rund drei Prozent steigen.

In den vergangenen zwei Monaten habe sich Ebay mit Großaktionären getroffen, um deren Standpunkte nachzuvollziehen, sagte Vorstandschef Devin Wenig. Die Hedgefonds sollten dafür zwei unabhängige Verwaltungsräte entsenden. Die Wahl sei auf Elliott-Partner Jesse Cohn sowie Marvell-Technologiechef Matt Murphy gefallen.

Ebay steht an der Börse schon länger unter Druck, in den vergangenen zwölf Monaten büßte der Aktienkurs um rund 20 Prozent ein. Seit der - ebenfalls auf Drängen großer Investoren erfolgten - Abspaltung des einstigen Wachstumstreibers PayPal im Jahr 2015 hat Ebay bei Anlegern einen schwereren Stand. Das Unternehmen kämpft insbesondere mit der verschärften Konkurrenz im Onlinehandel, wo Rivalen wie Amazon oder Alibaba Druck machen.

Elliott hat sich in der Vergangenheit bereits für den Verkauf der beiden Sparten ausgesprochen. Konzerninformationen zufolge könnte Stubhub zwischen 3,5 und 4,5 Milliarden Dollar wert sein, während das Kleinanzeigengeschäft zwischen acht und zwölf Milliarden einbringen könnte. Ebay selbst kommt derzeit auf einen Marktwert von etwa 34 Milliarden Dollar.

kko/dpa/Reuters



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