Preiskampf Nestlé knickt offenbar vor Edeka ein

Der erbitterte Streit zwischen Edeka und Nestlé könnte bald vorbei sein. Laut einem Bericht stehen die Verhandlungen um Preise und Rabatte vor dem Durchbruch.

Produkte von Nestlé sind wohl bald wieder bei Edeka und Co. zu finden
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Produkte von Nestlé sind wohl bald wieder bei Edeka und Co. zu finden


Der Preiskampf zwischen dem Einzelhändler Edeka und dem Nahrungsmittelkonzern Nestlé könnte bald gelöst sein. Unterhändler beider Seiten hätten sich Ende vergangener Woche in den Verhandlungen um Rabatte und Konditionen grundsätzlich auf einen Kompromiss verständigt, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Teilnehmer der Gespräche.

Unterschrieben sei diese Vereinbarung zwar noch nicht, hieß es. Doch es werde in den kommenden Tagen mit Hochdruck über die Details eines neuen Einkaufsvertrages zwischen dem größten Nahrungsmittelhersteller der Welt und dem von Edeka geführten europäischen Händlerverbund Agecore verhandelt. "Nestlé-Manager waren in zentralen Punkten zu Konzessionen bereit", zitiert die "FAZ" einen Verhandlungsteilnehmer.

Deutschlands größter Lebensmittelhändler hatte sich mit europäischen Partnern wie Intermarché, Coop Schweiz oder Colruyt verbündet, um Nestlé zu Zugeständnissen bei Preisen und Konditionen zu zwingen und so seine Kosten im Einkauf zu senken. Die Einkaufsallianz hatte bestimmte Produkte des weltgrößten Nahrungsmittelkonzerns boykottiert.

Zusammen wickeln die Mitglieder des Einkaufsklubs rund zwei Milliarden Euro Umsatz mit Nestlé ab. Zu den bekanntesten Marken des Unternehmens gehören Nescafé, Maggi, Thomy, Wagner Pizza und Vittel.

Sprecher beider Unternehmen wollten den Stand der Verhandlungen nicht kommentieren.

ssu/dpa

insgesamt 21 Beiträge
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thequickeningishappening 17.04.2018
1. Das läuft in Die falsche Richtung
Lebensmittel sollten teurer werden! Natürlich werden Die Kosten weitergereicht bis ins unterste Glied der Herstellung - den Anbau und die Bauern welche wieder (auf Kosten der Umwelt) Kosten sparen ! Billig ist Ein Bumerang !
möllers 17.04.2018
2. Hm ..
wird der Verbraucher nun be oder entlastet ?
frankfurtbeat 17.04.2018
3. da ...
da ich grundsätzlich darauf achte was ich esse meide ich Konzerne wie diesen. Weder distanziert sich der Konzern von genfreien Zutaten noch ist dieser meines Erachtens sozialverträglich - Thema Privatisierung Wasser! Daher ist es mir grundsätzlich egal inwieweit ich dessen Produkte im Regal sehe ...
Onkel Drops 17.04.2018
4. schön fur Edeka!!!
aber wird es beim Kunden auch günstiger? ich denke kaum, das Geld bleibt im gierigen Hals der Inhaber/Aktionäre ! Edeka ist ja auch bekannt für seine extrem günstigen Preise! wer Lebensmittel liebt,trennt sich nur schwer von ihnen und wen zu einem stolzen Preis!!!
Ein_denkender_Querulant 17.04.2018
5. Sehr gut!
Nur so geht es hier im Land aufwärts! Mulltinationalen Großkonzernen muss die Rotekarte gezeigt werden. Die Preise müssen sinken bis es weh tut, dann sinken auch flächendeckend die Löhne und auf dieser Basis kann man em oberen ende wirklich reich werden. Und diese Entwicklung ist gut. Solange man das Volk mit idealerweise 12h Arbeit am Tag beschäftigt und keine Optionen zum freien Atmen gibt, kommen keine Veränderungen von unten. Dazu immer schön die Angst schüren, dass der soziale Abstieg die größte aller Katastrophen ist. - Sarkasmus Ende - Ich meide EDEKA und andere Ketten soweit wie möglich. Bäcker, Fleischer, Gemüse-, und Fischhändler haben was ich brauche, dazu geht es ein mal die Woche auf den Markt. Wer um Himmelswillen braucht auch nur ein einziges Produkt von Netle oder Unilever? Wer braucht überteuertes Mineralwasser, wer Palmöl in brauner Nutella-Umhüllung, wer Fertiggerichte aus minderwertigem Abfall?
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