Brasilien Ex-Milliardär Eike Batista muss ins Gefängnis

Er soll einem früheren Gouverneur des Bundesstaats Rio de Janeiro Schmiergelder gezahlt haben: Nun hat sich Eike Batista, einst der reichste Mann Brasiliens, der Polizei gestellt.

Eike Batista
AP/Futura Press

Eike Batista


Der wegen Korruption beschuldigte ehemals reichste Mann Brasiliens, der Unternehmer Eike Batista, ist in Haft genommen worden. Der Deutsch-Brasilianer landete am Montag von New York kommend in Rio de Janeiro, wo er sich den Behörden stellte.

Die brasilianische Justiz wirft dem Ex-Milliardär vor, dem früheren Gouverneur des Bundesstaats Rio de Janeiro, Sergio Cabral, Schmiergelder in Höhe von 16,5 Millionen Dollar gezahlt zu haben. Cabral sitzt seit Oktober in Untersuchungshaft. Batista gehörte früher mit einem Vermögen von 30 Milliarden Dollar zu den reichsten Menschen der Welt.

Die Ermittlungen gegen Batista sind Teil des Korruptionsskandals um den staatlichen Ölkonzern Petrobras, in den zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft verwickelt sind. Die brasilianische Polizei hatte Batista am Donnerstag in dessen Haus in Rio verhaften wollen, doch befand er sich nach Angaben seines Anwalts aus beruflichen Gründen in New York.

Der 60-Jährige soll laut Informationen der Nachrichtenagentur AFP in das überfüllte Gefängnis Ary Franco im Norden von Rio überstellt werden. Ob er dort einen Sonderstatus erhält, ist bislang unklar. Nach brasilianischem Recht werden Häftlinge mit höherem Bildungsabschluss von den anderen Insassen getrennt - Batista verfügt allerdings über kein Diplom.

msc/AFP/Reuters



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ein_deutscher 31.01.2017
1. Korruption ist zu vermeiden
Eine allgemeine Vorgabe der Bundesregierung! Ginge es gerecht zu, dann müsste eigentlich der ganze Siemensvorstand einsitzen. Eike hat nur das getan was unsere Manager noch von früher gewohnt sind zu tun.
C. V. Neuves 31.01.2017
2.
"Das überfüllte Gefängnis Ary Franco" ist eine Erstaufnahmestation für Gefangene die von dort aus auf die Gefängnisse verteilt werden. Eike Batista wurde wegen Fluchtgefahr festgesetzt und auf das Gefängnis im Bangu im Westen der Stadt verbracht. Da es sich um Untersuchungshaft handelt stellt sich die Frage nach dem Bildungsstand des Ministersohnes noch nicht. Mit seinen äußerst fragwürdigen Geschäftsmodellen hat er viele Leute bankrottiert. Außerdem hat er lange Zeit mit seinem penetranten Gelaber, dass es jeder mit ein wenig Grips schaffen kann so reich zu werden wie er, genervt. Insofern freue ich mich besonders, feststellen zu dürfen, dass es mir mittlerweile besser geht als ihm.
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