Einigung im Tarifstreit: Post-Mitarbeiter bekommen vier Prozent mehr Gehalt

130.000 Angestellte der Deutschen Post können sich auf eine kräftige Lohnerhöhung freuen: Das Unternehmen einigte sich mit der Gewerkschaft Ver.di auf ein Gehaltsplus von vier Prozent. Auch Auszubildende erhalten mehr Geld.

Post-Mitarbeiter: Lohnerhöhung kommt am 1. April Zur Großansicht
dpa

Post-Mitarbeiter: Lohnerhöhung kommt am 1. April

Frankfurt am Main - Die 130.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post bekommen ab dem 1. April mehr Gehalt: Der Konzern und die Gewerkschaft Ver.di haben sich auf eine Lohnerhöhung von vier Prozent geeinigt. Das teilte Ver.di nach dem Ende der Tarifverhandlungen mit.

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 15 Monaten und gilt damit bis 31. März 2013. "Das ist ein sehr gutes Ergebnis", sagte die stellvertretende Ver.di-Chefin Andrea Kocsis. Ursprünglich hatte die Gewerkschaft sieben Prozent mehr Lohn und Gehalt gefordert. Die Post erwartet für 2011 einen operativen Gewinn von mehr als 2,4 Milliarden Euro.

Auch Auszubildende und junge Beschäftigte, die parallel studieren, erhalten mehr Geld: Ihre monatliche Vergütung erhöht sich von Januar an um 50 Euro. Bereits im Dezember hatten sich Ver.di und die Deutsche Post auf eine Einmalzahlung geeinigt. Diese beträgt 400 Euro für vollbeschäftigte Tarifbeschäftigte und 230 Euro für die rund 50.000 Beamten.

cte/Reuters

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1. 15 Monate
marthaimschnee 12.01.2012
vom 1.April 2012 bis 31.März 2013 sind aber merkwürdige 15 Monate
2. Kräftig?
chmb 12.01.2012
15%, eher mehr, wären kräftig. Aber bestimmt keine 4% bei einem eh schon so niedrigem Lohn. Die Löhne haben über ein Jahrzehnt keine oder nur mickrige Erhöhungen bekommen, und das bei 20% offizieller und bestimmt 30-50% realer Inflation damit man dann heute 4% als kräftig bezeichnen kann?
3. .
c++ 12.01.2012
Auf ein Jahr gerechnet sind das 3,2% nominal. Wie viel die Mitarbeiter tatsächlich mehr bekommen, weiß man erst am Ende des Jahres, wenn bekannt ist, wie viel der Euro noch wert ist. Ob 3,2% nominal - Inflationsrate wirklich eine "kräftige" Erhöhung sein wird, muss man erst einmal abwarten. Jedenfalls wird es vermutlich real nicht weniger sein, wie so häufig in den letzten Jahren. Außerdem haben "kräftige" Lohnerhöhungen dann wenig Sinn, wenn Einstiegsgehälter sinken Meldungen aus 2010 zum Thema Deutsche Post DHL (http://zustellerin.org/news/dpag_2010.html)
4.
r-le 12.01.2012
Zitat von chmb15%, eher mehr, wären kräftig. Aber bestimmt keine 4% bei einem eh schon so niedrigem Lohn. Die Löhne haben über ein Jahrzehnt keine oder nur mickrige Erhöhungen bekommen, und das bei 20% offizieller und bestimmt 30-50% realer Inflation damit man dann heute 4% als kräftig bezeichnen kann?
30-50% Inflation? Über welchen Zeitraum reden wir denn hier? 4% klingt sehr gut, schauen Sie sich andere Branchen mal an. Ein Unternehmen, welches Pakete und Briefe schiebt, immer weiter den sog. "Service" vor Ort abbaut, sich aber gleichzeitig einen Verwaltungsapparat mit unzähligen Dienstwagen in der A6 und 5er BMW Klasse erlauben kann, die morgens über die Bonner Südbrücke rauschen, kann sicherlich auch noch mehr abdrücken. Vielleicht bei der nächsten Tarifverhandlung. Ich wäre mit gleichzeitig 4% besseren Service schon zufrieden.
5. Wie gewonnen so zerronnen
pförtner 12.01.2012
Wie schön für die Kollegen , und was bekommen die Pensionäre der Post? Außerdem geht ein Großteil für die zu erwartende höhere Pflegeversicherung drauf.
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Deutsche Post
Der Konzern
Die Deutsche Post ist mit einem Umsatz von 55,5 Milliarden Euro und mehr als 424.000 Mitarbeitern einer der größten Konzerne der Republik. Das Unternehmen wurde in den neunziger Jahren privatisiert und ging 2000 an die Börse.
Die Geschäftsfelder
Der langjährige Post-Chef Klaus Zumwinkel baute die Deutsche Post durch zahlreiche Zukäufe zum größten Logistik- und Postunternehmen der Welt aus. Zu den wichtigsten Konzernbereichen gehören außer dem deutschen Briefnetz das Express-Geschäft (unter anderem Paket- und Kuriersendungen) und das globale Logistikgeschäft per Schiene, Straße, Luft und See.
Der Chef
Frank Appel ist seit 2008 Vorstandschef der Deutschen Post und damit Nachfolger des in Folge einer Steueraffäre zurückgetretenen Klaus Zumwinkel. Nach dem Studium arbeitete Appel mehrere Jahre bei der Unternehmensberatung McKinsey, bevor er 2000 in den Bonner Post-Tower wechselte.