Einigung über Lastenteilung WestLB kann zerlegt werden

Das Konzept für die radikale Verkleinerung der WestLB steht: Die Eigentümer der maroden Landesbank haben sich auf die Lastenteilung bei der Zerschlagung des Instituts verständigt - nun muss noch die EU-Kommission den Plan absegnen.

WestLB-Zentrale in Düsseldorf: "Faire Lastenverteilung" bei Zerschlagung
dpa

WestLB-Zentrale in Düsseldorf: "Faire Lastenverteilung" bei Zerschlagung


Düsseldorf - Nach monatelangen Verhandlungen steht fest: Die WestLB wird zerschlagen. Eine Woche vor Ablauf einer Frist der EU-Kommission haben sich das Land Nordrhein-Westfalen, die NRW-Sparkassen und der Bund über die finanzielle Lastenverteilung geeinigt. Der nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) sagte am Donnerstagabend, die Eigentümer der Bank - das Land Nordrhein-Westfalen und die Sparkassenverbände des Landes - hätten eine Einigung über den Umbau und eine "faire Lastenverteilung" erzielt. Auch der Bund sei daran beteiligt.

Wie viel Geld die Beteiligten beitragen, sagte der Minister nicht. Mehrere Gremien müssen der Einigung noch zustimmen. Die WestLB hat derzeit weltweit rund 4700 Mitarbeiter. Über den Umfang eines Stellenabbaus wurden bisher keine Angaben gemacht.

Bei der radikalen Verkleinerung der WestLB soll eine regionale Sparkassen-Zentralbank mit einer Bilanzsumme von 40 bis 45 Milliarden Euro für die gut 100 kommunalen Kreditinstitute in NRW entstehen. Sie wird nach früheren Angaben nur etwa ein Viertel so groß sein wie die ohnehin verkleinerte WestLB und nur etwa 400 Arbeitsplätze bieten.

Detaillierter Umbau-Plan bis Ende Juni

Große Bankteile wie das Auslandsgeschäft und die Projektfinanzierungen sollen verkauft werden. Die restliche WestLB soll in eine Service-Bank umgebaut werden, die Dienstleistungen für die Sparkassen-Zentralbank sowie die "Bad Bank" der WestLB, die Erste Abwicklungsanstalt (EAA), anbietet. Die Service-Bank soll dem Vernehmen nach dem Land gehören und Personalfragen lösen. Die Zentralbank soll den Sparkassen gehören.

Mit der Einigung, so Borjans, seien die Eigentümer ihrer Verantwortung gegenüber den Steuerzahlern und Sparern nachgekommen, die letztlich die erheblichen Kosten des Umbau tragen müssten. Zugleich berücksichtige das Modell auch die Interessen der WestLB-Beschäftigten, die eine Perspektive für möglichst viele Arbeitnehmer forderten.

Der Einigung waren mehr als zehnstündige Verhandlungen vorausgegangen. Bis Ende Juni muss ein detaillierter Umbau-Plan in Brüssel vorgelegt werden, damit die europäischen Wettbewerbshüter noch vor der Sommerpause über den Fall entscheiden können. In Verhandlungskreisen in Berlin hieß es, man sei zuversichtlich, mit der Einigung die Erwartungen der EU-Kommission zu erfüllen.

Die Kommission hatte von der zuletzt nur mit Milliardensubventionen der öffentlichen Hand vor dem Aus bewahrten Bank eine drastische Schrumpfkur gefordert. Andernfalls hätte die Bank abgewickelt werden müssen.

ulz/dapd/dpa



insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
restlb.de 24.06.2011
1. www.restlb.de zu verkaufen
Ich glaube jetzt wird es Zeit die Domain endlich zu verkaufen! Belohnung 1000.- Euro! Viele Grüsse! Klaus
roterkorsar 24.06.2011
2. Vertgesst die EU !
Das Konzept für die radikale Verkleinerung der WestLB steht: Die Eigentümer der maroden Landesbank haben sich auf die Lastenteilung bei der Zerschlagung des Instituts verständigt - nun muss noch die EU-Kommission den Plan absegnen. Was geht das eigentlich die EU an ?
Regulisssima 24.06.2011
3. Nie wieder !
Nie wieder Banken im Staatsbesitz, nie wieder Banken in der Kontrolle von Beamten !
Quatschtuete 24.06.2011
4. Vorreiter
Zitat von sysopDas Konzept für die radikale Verkleinerung der WestLB steht: Die Eigentümer der maroden Landesbank haben sich auf die Lastenteilung bei der Zerschlagung des Instituts verständigt - nun muss noch die EU-Kommission den Plan absegnen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,770230,00.html
Diesen Weg werden die anderen Landesbanken ebenfalls gehen müssen, und das ist auch gut so.
YoRequerrosATorres 24.06.2011
5. Rettet den Kleinsparer!
Gerettet! Kleinsparer Borjans (aktueller Hauptdarsteller in der neubesetzten wir-regieren-NRW-schlecht-wie-eh-und-je Serie) hat es geschafft! Die WestLB wird zerlegt, dr Steuerzahler ist viel besser dran und der Sparer gerettet. So einen Unfug habe ich seit langem nicht mehr gelesen. WestLB Zerlegung bedeutet radikaler Stellenabbau (teuer!), Abwicklung bestehender Projekte (auch teuer!!), Aufbau der Verbundbank (sehr teuer!!!). Das hat mit irgendeinem Sparer in NRW und der Welt NICHTS zu tun. Gequirlter Unfug des Finanzministers, wieder einmal. Der Mann ist einfach dumm (aber gewählt). Tasächlich wird das profitable Geschäft verkauft (die Mitarbeiter sind ja die Sklaven, die man einfach so von WestLB nach HSBC verkaufen kann) und der Rest entweder abgewickelt oder abgewickelt (auch die Verbundbank ist per Definition turbo-unprofitabel). Und die Mitarbeiter mit den beamtenähnlichen Verträgen (WestLB-Jargon: Pappnasenverträgler) kommen in eine hoch unprofitable Beschäftigungsgesellschaft namens "Service- und Portfoliomanagementbank". Kein Mensch weiß aber, was in dieser Bank gemacht werden soll, außer, das hier die Angestellten zwischengelagert werden (bis zum Vorruhestand). Nein, das war ganz und gar kein Meisterstück der Verhandler....
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