Einkommen Reallöhne sind stark gestiegen

Deutsche Arbeitnehmer verdienen mehr: In fast allen Wirtschaftszweigen bekommen Angestellte dank des Aufschwungs höhere Löhne. Besonders die Bank- und Versicherungsbranche darf sich über steigende Einkommen freuen.

Mehr Geld für Bankangestellte: Reallöhne sind weiterhin gestiegen
Corbis

Mehr Geld für Bankangestellte: Reallöhne sind weiterhin gestiegen


Wiesbaden - Die Konjunktur macht sich in den Portemonnaies der deutschen Arbeitnehmer bemerkbar. Die Reallöhne steigen in Rekordgeschwindigkeit: Vollzeitbeschäftigte bekamen im zweiten Quartal 4,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Das ist der stärkste Anstieg seit Beginn der Statistik 2008. Mehr als die Hälfte davon wurde allerdings von steigenden Preisen aufgezehrt: Bei einer Inflationsrate von 2,3 Prozent blieb ein Lohnplus von durchschnittlich 1,9 Prozent übrig. "Der Anstieg der Reallöhne ist der dritthöchste seit Beginn der Zeitreihe 2008", hieß es.

In fast allen Wirtschaftszweigen wurde deutlich mehr gezahlt. Im Verarbeitenden Gewerbe gab es mit sieben Prozent die stärksten Zuwächse, wozu der Abbau der Kurzarbeit, höhere Sonderzahlungen wie erfolgsabhängige Boni sowie Tariferhöhungen beitrugen. In der Chemischen Industrie hatten sich die Tarifparteien auf ein Lohnplus von 4,1 Prozent geeinigt, in der Metall- und Elektroindustrie wurden plus 2,7 Prozent vereinbart.

Größter Lohnzuwachs bei Banken und Versicherungen

Um überdurchschnittliche 4,6 Prozent erhöhten sich die Verdienste für die Beschäftigten von Banken und Versicherungen. Der Löwenanteil resultiert aus höheren Sonderzahlungen, die in der Finanzbranche größtenteils erfolgsabhängig gezahlt werden und das Vorkrisenniveau wieder deutlich überschritten.

Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente im zweiten Quartal ohne Sonderzahlungen durchschnittlich 3313 Euro brutto im Monat. Am meisten bekamen die Beschäftigten der Informations- und Kommunikationsbranche (4358 Euro) und der Energieversorgung (4350 Euro) sowie die Mitarbeiter von Banken und Versicherungen (4332 Euro). Am wenigsten wurde im Gastgewerbe mit 1950 Euro gezahlt.

dis/Reuters



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insgesamt 20 Beiträge
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Seite 1
taubenvergifter 21.09.2011
1. ...
Zitat von sysopDeutsche Arbeitnehmer*verdienen mehr: In fast allen Wirtschaftszweigen bekommen Angestellte dank des Aufschwungs höhere Löhne. Besonders die Bank- und Versicherungsbranche darf sich über steigende Einkommen freuen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,787580,00.html
Ist doch tröstlich, dass die Verursacher der Krise sich wieder die Taschen vollstopfen... womit übrigens die jüngste Krise u.a. eingeleitet wurde.
frubi 21.09.2011
2. .
Zitat von sysopDeutsche Arbeitnehmer*verdienen mehr: In fast allen Wirtschaftszweigen bekommen Angestellte dank des Aufschwungs höhere Löhne. Besonders die Bank- und Versicherungsbranche darf sich über steigende Einkommen freuen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,787580,00.html
In der Rheinischen Post stand in dieser Woche genau das Gegenteil. Wat denn nu? Politiker kann ich schon seit Jahren nicht mehr ernst nehmen. Journalisten scheinen als nächstes dran zu sein.
alexxa2 21.09.2011
3. Reallöhne sind stark gestiegen...
...ja ...und ich heiße Madonna und kann fliegen!!! Eine Biogurke kostet im Winter z. T. 2 Euro, haben Sie schon mal 3 DM dafür bezahlt ?Eine Semmel kostet 40 Cent...Eine Milkaschoko 100 g inzwischen 50 Cent..soll ich noch schreiben wieviel Benzin , Strom und Gas akt . kosten ? Papier ist geduldig...die Frage ist , WAS man für das Geld noch bekommt...verars...n kann man uns selber. Und wie immer bei solche Themen keinen Autor d. Art. zu finden.... und vor 10 T. haben die Nachrichten genau das Gegenteil erzählt. 22 % weniger Lohn die letzten 10 J. !!! Was nun ???Wie wäre es mit eigenen Recherchen + ein paar Neuronen einschalten ?
marc0815 21.09.2011
4. selbst rechnen und denken
die Bürger sind sicher intelligent genug um auf ihren eigenen Lohnzettel zu schauen und den starken Reallohnanstieg zu beurteilen anstatt Presse und Statistikern zu glauben.
warum_nicht 21.09.2011
5. .
Lächerlich, genau wie die Aussage das nichts teurer geworden ist.
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