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Gute Geschäfte im Einzelhandel: Die Deutschen kaufen und kaufen

Mitarbeiter beim Discounter Lidl (Archiv): Kräftiges Plus Zur Großansicht
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Mitarbeiter beim Discounter Lidl (Archiv): Kräftiges Plus

Die Deutschen frönen der Lust am Shoppen: Die Umsätze im Einzelhandel sind im Juni stark gestiegen. Besonders kräftig boomt der Internet- und Versandhandel.

Berlin - Die Konsumlaune der Verbraucher sorgt für gute Geschäfte im deutschen Einzelhandel. Im ersten Halbjahr 2015 setzte die Branche real (preisbereinigt) 2,5 Prozent mehr um als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ein kräftiges Plus von 5,1 Prozent bescherte der Juni den Händlern. Allerdings hatte der Monat in diesem Jahr zwei Verkaufstage mehr als 2014.

  • Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte den Angaben zufolge im Juni 2015 preisbereinigt 2,6 Prozent mehr um als im Juni 2014.
  • Bei Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten betrug der Umsatz-Anstieg dabei 2,7 Prozent.
  • Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze 7,2 Prozent über den Werten des Vorjahresmonats.
  • Die höchste Zuwachsrate erzielte mit 16,8 Prozent der Internet- und Versandhandel.

Im Vergleich zum Mai 2015 sank der Einzelhandelsumsatz im Juni allerdings um 2,3 Prozent. Bundesweit gibt es etwa 300.000 Einzelhandelsunternehmen mit knapp drei Millionen Beschäftigten. Der Jahresumsatz des Einzelhandels lag im vergangenen Jahr - ohne Kraftfahrzeuge, Tankstellen, Brennstoffe und Apotheken - bei 459,3 Milliarden Euro.

bos/dpa

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insgesamt 71 Beiträge
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1. Lustgefühle durch shopping ?
juergw. 31.07.2015
Spätestens bei dem Anblick des Girokontos und den Überziehungszinsen rutscht die Lust am shopping in den Keller.Dann steht irgendwann Peter Zwegert vor der Tür-der Schuldenoptimierer.
2. Logisch...
fatherted98 31.07.2015
...kaufen solange man für das Geld noch was bekommt...auf dem Konto verliert das Geld nur an Wert...deshalb alles in den Konsum stecken. Die Politik die das verzapft hat wird irgendwann mal aufwachen und einer überschuldeten Bevölkerung gegenüberstehen...und dann geht wieder das Gejammer los...warum nur, wer ist Schuld usw.
3. Anti-Zyklisch
Bernie59 31.07.2015
Da Konsum für mich keine Ersatzbefriedigung für ein leeres Leben ist, kann ich in Ruhe antizyklisch handeln. Die wahren Dinge kann man eh nicht kaufen. Normaler Konsum, Dinge die man wirklich braucht, oder hochwertigere Artikel kaufen, die nicht in einem halben Jahr "out" sind usw. Auf der anderen Seite, den Staat freut es und braucht nicht unnötiger Weise an der Steuerschraube drehen. Also Leute, kauft was das Zeug hält.
4. Genau
ftester 31.07.2015
, so agiere ich die letzten 2 Jahre, jeder Euro wird sofort in Sachwerte investiert, (Haus, Grundstücke, hochwertige, langlebige Gebrauchsgegenstände, Werkzeuge), Euro-Guthaben abgehoben, in Fremdwährungen getauscht und sicher untergebracht. Will ja nicht "mein Griechenland/Zypern" erleben:-)) Mein Euro-Konto hat nur noch die monatlichen Lebenshaltungskosten drauf.
5.
Berg 31.07.2015
Nun werden uns Internet-Bestellungen als "Shopping" vermittelt. Leute, Shopping - das ist durch die Stadt und die Geschäfte laufen und DORT einkaufen! Und das geht so stark zurück, dass laufend Geschäfte, ganze Center aufgeben müssen. Alles in allem ein Wohlstandsproblem. Wer mehr einkauft, als Geld vorhanden ist, war schon immer ein Schuldenmacher, nicht erst heute. Und weder "die Politik" noch Herr Zwegat sind daran schuld. Auf Pump Konsumartikel kaufen gilt schon immer als unvernünftig und gefährlich. Darlehen für Hausbau und Geschäftsbetrieb sind dagegen vernünftig.
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