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Umsatzplus im Einzelhandel: Sparen? Ach was!

Amazon-Logistikzentrum in Brieselang (Archivbild): Internethandel boomt Zur Großansicht
DPA

Amazon-Logistikzentrum in Brieselang (Archivbild): Internethandel boomt

Shoppen, shoppen, shoppen: Die Deutschen sind in Kauflaune, der Einzelhandel verzeichnet im Februar ein starkes Plus. Es sind die höchsten Umsätze seit 15 Jahren.

Berlin - Die Wirtschaft wächst und wächst, die Deutschen geben gern ihr Geld aus. Zur Freude der Einzelhändler, die ihren Umsatz im Februar erneut kräftig gesteigert haben. Er kletterte um 2,8 Prozent und preisbereinigt (real) sogar um 3,6 Prozent zum Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt mit.

"Der Einzelhandel erzielte damit die höchsten realen Umsätze in einem Februar seit dem Jahr 2000", erklärten die Statistiker. Beide Monate zählten jeweils 24 Verkaufstage. Der Zuwachs entsprach etwa den Erwartungen von Ökonomen. ImJanuar hatte es sogar ein reales Plus von fünf Prozent gegeben.

Besonders gut lief es im Internet- und Versandhandel. Er nahm elf Prozent mehr ein als im Februar 2014. Der Umsatz in Apotheken sowie mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten stieg um 6,8 Prozent. Dagegen gab es Einbußen in Waren- und Kaufhäusern.

Der Branchenverband HDE peilt für das laufende Jahr ein Plus von 1,5 Prozent an, nach einem Anstieg von 1,8 Prozent 2014. Die Aussichten sind günstig, denn die Kauflaune der Verbraucher ist nach Angaben der GfK-Marktforscher derzeit so gut wie seit 2001 nicht mehr. Zudem müssen die Konsumenten derzeit weniger für Tanken und Heizen bezahlen und können deshalb mehr Geld für andere Dinge ausgeben. Auch steigende Löhne und die Rekordbeschäftigung sorgen für eine gute Kauflaune.

bos/dpa/Reuters

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insgesamt 13 Beiträge
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1.
ClausWunderlich 31.03.2015
Wundert mich nicht denn der Mindestlohn hat denen die ihr Geld sofort ausgeben (müssen) doch einiges gebracht. Also an Geld!
2. Wofür
felisconcolor 31.03.2015
soll man sparen. Für 0% Zinsen? Seien wir ehrlich das Geld wird schneller weniger wert als wir schauen können. Karren wir demnächst wieder das Geld mit der Schubkarre zum Bäcker wenn wir ein Brot kaufen wollen? Die Inflation wird ja als neuer Gott geradezu angebetet.
3. Konsum-Götzen
Zaphod 31.03.2015
Kaufen, kaufen, kaufen - das ist es, was den Menschen als Heilsversprechen präsentiert wird. Durch Kosmetik wird man schön und durch den neuen Flachbildfernseher gut unterhalten. Immer mehr Waren müssen akkumuliert werden, obwohl das Glück - entgegen den Behauptungen der Werbung - dadurch in keinster Weise gesteigert wird. Anstatt zu kaufen und zu raffen sollten die Menschen lieber Verzicht üben und ein bescheidenes Leben führen. Gerade in der Karwoche wirken derartige Konsumrausch-Nachrichten fehlplatziert und irreführend!
4. Umsatzplus- um welchen Preis?
HaPee 31.03.2015
Vorsicht mit der "Preisbereinigung" über die Inflationsrate. Der imaginäre Warenkorb gibt nur den durchschnittlichen Preisanstieg/-rückgang der in ihm vertretenen Waren wieder. Im Prinzip aber hat jeder Verbraucher seinen eigenen Warenkorb und damit seine eigene Infla-Rate. Vor allem aber: Um welchen Preis wurden die Umsätze im Einzelhandle erzielt? Rabatte von 40,50 bis 70% erzeugen natürlich Umsatzplus. Aber für den Einzelhandel bleibt nichts mehr übrig. Er verkommt zum reinen Geldwechsler.
5.
ClausWunderlich 31.03.2015
Zitat von felisconcolorsoll man sparen. Für 0% Zinsen? Seien wir ehrlich das Geld wird schneller weniger wert als wir schauen können. Karren wir demnächst wieder das Geld mit der Schubkarre zum Bäcker wenn wir ein Brot kaufen wollen? Die Inflation wird ja als neuer Gott geradezu angebetet.
Vieleicht aber auch gut wenn die Leute das Geld mal ausgeben statt zu horten! Gerade die "viel" Geld haben werden sich Gedanken über die Schubkarre machen.
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