München/Tel Aviv - Siemens baut seine Position auf dem israelischen Bahntechnikmarkt aus. Die Eisenbahngesellschaft Israel Railways hat bei dem deutschen Industriekonzern nach SPIEGEL-Informationen 31 Reisezugwagen im Wert von 47 Millionen Euro bestellt.
Vor vier Jahren zog die Siemens-Tochter Siemens Mobility bereits einen ersten Auftrag an Land. Damals bestellte Israel Railways 87 Reisezugwagen mit der Option auf weitere 585 Wagen. Der neue Auftrag löst eine erste Tranche dieser Option ein.
Konkret geht es nun um Fahrzeuge des Typs Viaggio Light. Sie werden auf der Strecke zwischen Tel Aviv und dem Vorort Rishon Letzion verkehren.
Nach SPIEGEL-Informationen wurde der Vertrag an diesem Dienstag unterzeichnet. "Der Auftrag unterstreicht unsere gute Zusammenarbeit mit der israelischen Staatsbahn", sagte Hans-Joerg Grundmann, der Chef von Siemens Mobility. Er war mit einer Wirtschaftsdelegation von Bundesminister Ramsauer nach Israel gereist.
Der Viaggio Light ist ein Niederflurzug, der nicht nur im Regionalverkehr, sondern vor allem im Intercityverkehr in Israel eingesetzt werden soll. Mit bis zu 160 Stundenkilometern verkehren die Siemens-Züge auf der Hauptstrecke zwischen Nahariya und Modiin beziehungsweise Ber Sheva. Der Mobilitätsbedarf in Israel ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen.
Die Reisezugwagen für Israel werden im Siemens-Werk in Wien produziert.
reu
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