Elektronikkonzern Schwaches Fernsehergeschäft reißt Sony in die Verlustzone

Starke Währung, schwache Verkäufe: Sony enttäuscht die Erwartungen der Investoren. Der Unterhaltungselektronikkonzern hat allein im dritten Quartal eine Viertelmilliarde Euro verloren - auch für das gesamte Geschäftsjahr geht das Unternehmen jetzt von einem Verlust aus.

Sony-Zentrale in Tokio: Unerwarteter Verlust
DPA

Sony-Zentrale in Tokio: Unerwarteter Verlust


Tokio - Für Sony wird es vorerst nichts mit einer Rückkehr in die Gewinnzone: Der japanische Elektronikkonzern hat im abgelaufenen Quartal nach eigenen Angaben einen Verlust in Höhe von umgerechnet knapp 252 Millionen Euro verbucht. Auch für das gesamte Geschäftsjahr, das im März 2012 enden wird, rechnet das Unternehmen nun mit einem Verlust in Höhe von voraussichtlich knapp 850 Millionen Euro.

Als Grund für die schlechten Zahlen gab Sony Chart zeigen mehrere Faktoren an: Außer dem starken Yen sowie den Folgen der Tsunami- und Atomkatastrophe im März trugen vor allem die schwachen Verkäufe von Flachbildfernsehern und die Käuferzurückhaltung nach den massiven Datenpannen zu den roten Zahlen bei.

Noch im Juli hatte Sony einen Jahresgewinn von rund 280 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Stattdessen weist der Konzern nun für die erste Hälfte seines Geschäftsjahrs einen Verlust von rund 400 Millionen Euro aus - im Vorjahreszeitraum stand noch ein Gewinn von 530 Millionen Euro zu Buche. Der Umsatz schrumpfte um 9,6 Prozent auf knapp 29 Milliarden Euro.

fdi/dapd/dpa-AFX



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