New York - Der japanische Elektronikhersteller Sony verkauft seinen Firmensitz in Manhatten. Für 1,1 Milliarden Dollar, rund 822 Millionen Euro, geht der Wolkenkratzer an die US-Immobilienfirma Chetrit Group, wie das Unternehmen am Freitag in Japan mitteilte. Sony werde aber weitere drei Jahre in dem Gebäude bleiben.
Nach Abzug von Schulden und anderen Kosten will der Konzern
etwa 685 Millionen Dollar als operativen Gewinn verbuchen. Der Verkauf des 37 Stockwerke hohen Gebäudes soll im März abgeschlossen werden - gerade noch rechtzeitig vor dem Ende des laufenden Geschäftsjahres. Für Sony arbeiten in dem New Yorker Firmensitz rund 1500 Menschen. Der Konzern hatte das 1984 fertiggestellte Gebäude im Jahr 2002 gekauft.
An der Tokioter Börse sauste der Kurs der Aktie um mehr als zwölf Prozent nach oben. Erst in der vergangenen Woche hatte Sony angekündigt, sein Bürogebäude in Tokio zu verkaufen.
Der Playstation- und TV-Produzent machte im vergangenen Jahr einen Verlust von umgerechnet 4,3 Milliarden Euro. Der Konzern hat mit der starken Konkurrenz zu kämpfen und mit dem schwachen Yen. Sony will 10.000 Stellen streichen, gleichzeitig aber auch knapp 800 Millionen Euro in den laut Firmenchef Kazuo Hirai "dringend nötigen" Umbau stecken.
Im Geschäftsjahr 2011/2012, das im vergangenen März abgelaufen war, hatte das Unternehmen einen Verlust von fast fünf Milliarden Euro gemacht, dennoch will Sony expandieren. Der japanische Elektronikhersteller ist nicht der einzige Weltkonzern, der wichtige Gebäude aus Geldmangel verkaufen muss. Zuletzt hatte der kränkelnde Handy-Hersteller Nokia seine Konzernzentrale im finnischen Espoo für 170 Millionen Euro verkauft.
kha/AFP/dpa
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