Wegen Betrug Bluttest-Start-up entlässt fast alle Mitarbeiter

Elizabeth Holmes wurde mit ihrem Bluttest-Start-up Theranos zum gefeierten Superstar des Silicon Valley. Doch sie wurde des Betrugs überführt. Jetzt müssen fast alle Mitarbeiter gehen.

Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes (Archiv)
REUTERS

Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes (Archiv)


Die gescheiterte Bluttest-Firma Theranos hat einem Medienbericht zufolge dem Großteil ihrer verbliebenen Mitarbeiter gekündigt. Die Belegschaft sei in einem letzten Versuch, Barmittel zu bewahren und eine Insolvenz zu verhindern oder zumindest aufzuschieben, von 125 auf maximal zwei Dutzend Angestellte reduziert worden, schrieb das "Wall Street Journal". Ende 2015 habe Theranos noch rund 800 Mitarbeiter gehabt. Vom Unternehmen gab es zunächst keine Stellungnahme. Zuletzt hatte Theranos Anfang 2017 einen massiven Personalabbau verkündet.

Das Start-up galt einst als große Hoffnung im US-Gesundheitssektor, die junge Gründerin Elizabeth Holmes als neuer Star der Tech-Szene. Theranos wurde von Investoren zwischenzeitlich mit neun Milliarden Dollar bewertet. Damit war Holmes zumindest auf dem Papier rund 4,5 Milliarden Dollar schwer.

Enthüllungsberichte warfen jedoch Zweifel auf an der angeblich revolutionären Technologie von Theranos und stürzten die Firma in eine tiefe Krise. Der Aufsicht zufolge habe Holmes unter falschen Angaben mehr als 700 Millionen Dollar von Investoren eingesammelt. Es gibt Vorwürfe, dass unqualifiziertes Personal in den Laboren der Technologiefirma gearbeitet haben solle und dass der vielversprechende Bluttest der Firma in Wahrheit eine Luftnummer sei (Lesen Sie hiermehr über den Fall).

Nach Vorwürfen einigte sich Holmes zwar mit der US-Börsenaufsicht, laut "Wall Street Journal" laufen aber weiter strafrechtliche Ermittlungen gegen sie.

hej/dpa-AFX



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