Elektroauto-Konzern Hinweise auf Produktionsstopp - Tesla-Kurs verliert drei Prozent

Bekommt der Elektro-Autopionier Tesla seine Produktionsprobleme nicht in den Griff? Investoren reagierten nervös auf eine Meldung über einen neuerlichen Fertigungsstopp - obwohl dieser eigentlich angekündigt war.

Tesla-Produktion in Kalifornien
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Tesla-Produktion in Kalifornien


Tesla-Gründer Elon Musk lässt sich nicht gern in die Karten schauen. Jüngst fuhr er Analysten bei einer Telefonkonferenz - eigentlich ein Routinetermin - an, ihre Fragen seien so langweilig (hier geht's zur Meldung).

Die Quittung bekam das Unternehmen an der Börse: Der Kurs der Aktie verlor kurz darauf deutlich an Wert. Investoren haben viel Geld bei Tesla investiert, zwischenzeitlich machten sie den Konzern zum nach Börsenwert teuersten Autokonzern der USA - obwohl die Firma etwa im vierten Quartal 2017 gerade einmal 30.000 Fahrzeuge ausgeliefert hatte.

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Für die wachsende Nervosität der Tesla-Investoren spricht auch, dass der Kurs der Aktie an der Wall Street binnen eines Tages 3,3 Prozent verlor. Auslöser dafür waren Meldungen, dass die Fertigung des Model 3 in dem kalifornischen Werk für sechs Tage ruhen werde. Vom 26. bis zum 31. Mai sollen in Fremont Verbesserungen an den Anlagen vorgenommen werden, sagten zwei Insider am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Ein Tesla-Sprecher nahm zu den Angaben nicht Stellung. Dabei handelt es sich bei der Unterbrechung womöglich um einen Eingriff, den der Konzern bereits zuvor angekündigt hatte. Das Unternehmen hatte verkündet, dass die Produktion in Kalifornien für insgesamt zehn Tage ruhen werde. Zusammen mit bereits erfolgten Fertigungspausen im Februar und April würden die nun in Rede stehenden sechs Tage Ende Mai genau diese Zeitspanne ergeben.

Die dabei vorgenommenen Arbeiten sollen Schwierigkeiten bei der Herstellung des Model 3 ausbügeln. Der US-Konzern will die Produktion des wichtigen Fahrzeugmodells bis zur Jahresmitte auf 5000 Stück pro Woche steigern. Ende März rollten etwas mehr als 2000 Fahrzeuge von den Bändern. Mit dem Model 3 will Tesla den Aufstieg von einem Nischenanbieter zu einem Massenhersteller von Elektroautos schaffen.

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beb/Reuters



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