Tesla verfehlt erneut Ziel Elon Musk macht Model-3-Produktion zur Chefsache

Nur 2020 statt 2500 Autos pro Woche: Tesla hat erneut das Produktionsziel beim Model 3 verfehlt. Nun will Firmenchef Musk sich persönlich um das Problem kümmern - und wie.

Tesla-Chef Musk, Model 3 (Juli 2017)
DPA

Tesla-Chef Musk, Model 3 (Juli 2017)


Tesla hat zum wiederholten Mal das selbst gesteckte Ziel für die Produktion des Model 3 nicht erreicht: In der letzten März-Woche habe man 2020 Exemplare des als Massenfahrzeug konzipierten E-Autos gebaut, teilte das Unternehmen mit. Eigentlich hatte man zuletzt angepeilt, 2500 Autos pro Woche zu bauen. Von Januar bis März waren es insgesamt 34.494 Fahrzeuge - allerdings inklusive der älteren und deutlich teureren E-Autos Model S und Model X. Auf das Model 3 entfielen in den ersten drei Monaten nur 9766 Stück.

Ursprünglich wollte das Unternehmen sogar schon Ende 2017 auf 5000 Model 3 pro Woche kommen, diese Zielmarke wurde jetzt auf Ende Juni geschoben.

Die Anleger scheinen dennoch positiv überrascht, sie hatten offenbar noch schlechtere Zahlen erwartet. Der Aktienkurs des Unternehmens Chart zeigen stieg kurz nach der Ankündigung deutlich, an der Börse in New York lag er mehr als drei Prozent über dem letzten Schlusskurs.

Firmenchef Elon Musk hat aus den andauernden Problemen bei der Fertigung nun Konsequenzen gezogen. Er will nun persönlich die Fortschritte bei der Produktion überwachen. Auf Twitter bestätigte er einen entsprechenden Bericht eines Blogs - und äußerte sich auch zu Teslas Produktionschef Doug Field. Dieser werde sich nun auf die Entwicklung konzentrieren, Musk selbst auf die kritische Produktion. "Jetzt heißt es teile und herrsche", schrieb der 46-Jährige.

Musk machte dabei eine demonstrative Ansage, wie ernst er die Aufgabe nehme. Er werde wieder sein Schlaflager in der Tesla-Fabrik aufschlagen. "Das Autogeschäft ist die Hölle", so Musk weiter.

In den vergangenen Tagen hat Tesla und sein Chef Musk die Aktionäre mehrmals mit schlechten Nachrichten beunruhigt. Nach den Berichten über einen tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden Auto folgte die Ankündigung einer großen Rückrufaktion beim Flaggschiff Model S - und dann die nun bestätigten Gerüchte um das erneut verfehlte Produktionsziel.

Zudem hatte sich Musk zu einem verunglückten Aprilscherz hinreißen lassen. Ebenfalls auf Twitter erklärte der Firmenchef am 1. April Tesla für pleite. "So pleite, man glaubt es gar nicht", präzisierte er sogar.

fdi/Reuters/dpa

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