Offener Brief von Elon Musk und Co. Tech-Pioniere wollen Kriegsroboter verbannen

Automatisierte Tötungsmaschinen? Nein, Danke! Tesla-Chef Elon Musk, Google-Manager Suleyman und mehr als hundert weitere Unterzeichner haben vor zu viel künstlicher Intelligenz beim Militär gewarnt.

Militärischer Roboter auf einem Truppenübungsplatz 2010
Ralph Orlowski/Getty Images

Militärischer Roboter auf einem Truppenübungsplatz 2010


Noch werden Kampfdrohnen von Menschen gesteuert - und das muss auch in Zukunft so bleiben. Das fordern zumindest 116 Unternehmer aus der Technologiebranche, unter ihnen Tesla-Chef Elon Musk und Mustafa Suleyman von Google Chart zeigen, die selbst in der Robotertechnik aktiv sind.

Sich selbst lenkende Waffen müssten verboten werden, forderten die Firmenchefs und Gründer aus 26 Ländern in einem offenen Brief. "Als Unternehmen, die künstliche Intelligenz und Robotertechnik entwickeln, die zur Herstellung automatisierter Waffen eingesetzt werden kann, sehen wir uns besonders in der Pflicht", heißt es in dem auf der Website des Instituts "Future of Life" veröffentlichten Schreiben.

Es sei gut, dass die Uno eine Gruppe mit Regierungsexperten zu dem Thema einberufen wolle. Nach Schwarzpulver und der Atombombe drohe schließlich die dritte Revolution der Kriegsführung. "Einmal entwickelt, erlauben sie bewaffnete Auseinandersetzungen in einem größeren Ausmaß denn je auszutragen und in Geschwindigkeiten, die Menschen nicht mehr nachvollziehen können."

Terroristen und Despoten könnten sie gegen Unschuldige einsetzen - oder Waffensysteme könnten gehackt werden. "Wir haben nicht lange Zeit, um zu handeln. Ist die Büchse der Pandora einmal geöffnet, wird es schwer sein, sie zu schließen", schreiben die Technologieunternehmer.

apr

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