Affäre um Lobbyist Bykow Revisionsbericht erhöht Druck auf EnBW

Der Stromkonzern EnBW gerät in der dubiosen Affäre um den russischen Lobbyisten Andrej Bykow weiter unter Druck. Ein interner Revisionsbericht zeigt nach SPIEGEL-Informationen, dass 34 Millionen Euro für Scheingeschäfte geflossen seien. Bykow spricht von "Landschaftspflege".

EnBW-Zentrale in Karlsruhe (Archivfoto): "Vorteilhaftes Klima für Interessen im Gasbereich"
dapd

EnBW-Zentrale in Karlsruhe (Archivfoto): "Vorteilhaftes Klima für Interessen im Gasbereich"


Hamburg - Der Entwurf eines internen Revisionsberichts des Stromversorgers EnBW aus dem Jahr 2004 bringt den Karlsruher Konzern in der dubiosen Affäre um den russischen Lobbyisten Andrej Bykow weiter unter Druck. In dem streng vertraulichen Bericht hatten die Prüfer die Auslandsaktivitäten des Konzerns besonders in Osteuropa unter die Lupe genommen - mit erstaunlichen Ergebnissen.

So seien 34 Millionen Euro Honorar an Bykow für Leistungen gezahlt worden, die man früher auch "ohne Vermittlung Dritter" erhalten habe. Außerdem sei das im Voraus bezahlte Honorar nicht zurückzufordern, monieren die Prüfer. Selbst dann nicht, wenn "gar keine Lieferbeziehung zustande kommt".

Laut Aussagen der EnBW-Kraftwerkssparte, heißt es in dem Bericht weiter, seien die Verträge "mit der Intention geschlossen worden, für die Interessen im Gasbereich ein vorteilhaftes Klima zu schaffen". EnBW und alle drei bislang dort tätigen Chefs hatten das bislang kategorisch abgestritten.

Bykow hat unterdessen ein 13-seitiges Schreiben an die Hauptaktionäre der EnBW verfasst, dass ihnen am Wochenende zugehen soll. Darin konkretisiert der Russe seine Behauptungen, mit dem Großteil der an ihn gezahlten Beraterverträge in Höhe von mehr als 200 Millionen Euro in Russland Landschaftspflege betrieben zu haben, um EnBW Gasfelder zu sichern. Die Uran- und Beraterverträge seien oft nur Mittel zum Zweck gewesen, um die wahren Absichten zu verschleiern.

Die Mannheimer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sieben Manager des Energiekonzerns EnBW. Es geht um den Vorwurf, dass von 2001 bis 2008 Millionenzahlungen an Bykow zu Unrecht als Betriebskosten angerechnet worden sein sollen. Es gebe konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die inzwischen überwiegend ausgeschiedenen EnBW-Mitarbeiter falsche Steuererklärungen abgegeben hätte, so die Staatsanwaltschaft.

Die zwischen EnBW und Bykow geschlossenen Verträge und Geschäftsbeziehungen fallen in die Amtszeiten von Noch-Vorstandschef Hans-Peter Villis, seinem Vorgänger Utz Claassen und dessen Vorgänger Gerhard Goll. Laut Staatsanwaltschaft wird gegen Villis nicht ermittelt. Die Ermittlungen richteten sich aber auch gegen Vorstandsmitglieder.

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siu

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suane 30.06.2012
1.
Ich nehm mal das Ergebnis vorweg: Den meisten wird nichts nachweisbar sein, Freispruch. Wenigen wird was nachweisbar sein, Bewährungsstrafe. Wie so oft...
n.holgerson 30.06.2012
2. Weil sich Spon doch so aufgespielt hat....
Weil sich Spon doch so aufgespielt hat.... ich meine als es vor kurzem irgendwo ein "Leck" gab und Informationen zum Thema "Rocker, Durchsuchung, Hells Angels" durchgesickert sind. Da hat sich ja Spon so wichtig gemacht und dies so kritisiert und viele User haben alle möglichen Beamten bzw. Verantwortlichen beschimpft... Mal kurz in diesem Artikel lesen...."Ein interner Revisionsbericht" bzw. "In dem streng vertraulichen Bericht"... Schon "lustig" die Sache. Weil dies ja nur ein Beispiel von vielen ist, was Spon jeden Tag berichtet. Frage denn da niemand nach der Quelle? Und es ist ja schon "komisch" dass sich Spon bzw. der Großteil der User hier aufgespielt hat, als das "Leck" bei der Rockersache / Hells Angels bekannt wurde. Gleichzeitig aber Spon (m.M. nach täglich mehrmals) exakt solche Quellen "anzapft". Und auch bei den meisten User ist dies anscheinend egal. Ich hingegen frage mich schon, wie Spon z.B. ständig solche Maulwürfe selber nutzt und dann auf einmal die Moralkeule schwingt. Wie gesagt, Spon Interesse ich einzig und allein Geld zu verdienen. Und die täglichen "geheimen Insiderinformationen" weisen ja eindeutig darauf hin, dass Spon bewusst diesen "Verrat" fördert. Nochmals, mir geht es ja nur darum, dass man mal Stellung beziehen sollte. Also, Spon kann doch nicht selber täglich "Maulwürfe anheuern" um aus deren Wissen Gewinn zu machen und sich dann aber z.B. im Fall der Hells Angels aufzuspielen. Genauso eigenartig ist die Sache mit den Usern hier. Ist der Maulwurf kein "Angestellter" von Spon bzw. wenn die durchgesickerten Informationen auf einmal negative Folgen haben, dann sind alle auf einmal entrüstet. Wenn hingegen Spon so eine Quelle ganz offen vermarktet, dann wird dies klaglos hingenommen. Viele hier sollten sich mal überlegen, was das Wort "Heuchler" bedeutet....
prontissimo 30.06.2012
3. Natürlich ist der kriminell, der die Schweinereien
Zitat von n.holgersonWeil sich Spon doch so aufgespielt hat.... ich meine als es vor kurzem irgendwo ein "Leck" gab und Informationen zum Thema "Rocker, Durchsuchung, Hells Angels" durchgesickert sind. Da hat sich ja Spon so wichtig gemacht und dies so kritisiert und viele User haben alle möglichen Beamten bzw. Verantwortlichen beschimpft... Mal kurz in diesem Artikel lesen...."Ein interner Revisionsbericht" bzw. "In dem streng vertraulichen Bericht"... Schon "lustig" die Sache. Weil dies ja nur ein Beispiel von vielen ist, was Spon jeden Tag berichtet. Frage denn da niemand nach der Quelle? Und es ist ja schon "komisch" dass sich Spon bzw. der Großteil der User hier aufgespielt hat, als das "Leck" bei der Rockersache / Hells Angels bekannt wurde. Gleichzeitig aber Spon (m.M. nach täglich mehrmals) exakt solche Quellen "anzapft". Und auch bei den meisten User ist dies anscheinend egal. Ich hingegen frage mich schon, wie Spon z.B. ständig solche Maulwürfe selber nutzt und dann auf einmal die Moralkeule schwingt. Wie gesagt, Spon Interesse ich einzig und allein Geld zu verdienen. Und die täglichen "geheimen Insiderinformationen" weisen ja eindeutig darauf hin, dass Spon bewusst diesen "Verrat" fördert. Nochmals, mir geht es ja nur darum, dass man mal Stellung beziehen sollte. Also, Spon kann doch nicht selber täglich "Maulwürfe anheuern" um aus deren Wissen Gewinn zu machen und sich dann aber z.B. im Fall der Hells Angels aufzuspielen. Genauso eigenartig ist die Sache mit den Usern hier. Ist der Maulwurf kein "Angestellter" von Spon bzw. wenn die durchgesickerten Informationen auf einmal negative Folgen haben, dann sind alle auf einmal entrüstet. Wenn hingegen Spon so eine Quelle ganz offen vermarktet, dann wird dies klaglos hingenommen. Viele hier sollten sich mal überlegen, was das Wort "Heuchler" bedeutet....
ans Tageslicht zerrt. Leute wie Sie würden das nie tun. Die begnügen sich mit infantilen Beschönigungen krimineller Machenschaften. Legen Sie sich einfach wieder hin.
Litajao 01.07.2012
4. Dann wir Utz Claassen bald neuen Bestseller schreiben
Zitat von sysopDer Stromkonzern EnBW gerät in der dubiosen Affäre um den russischen Lobbyisten Andrej Bykow weiter unter Druck. Ein interner Revisionsbericht zeigt nach SPIEGEL-Informationen, dass 34 Millionen Euro für Scheingeschäfte geflossen seien. Bykow spricht von "Landschaftspflege". http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,841902,00.html
Wenn ich diese sehr lange verschwiegenen und unter den Tisch gefallenen Fakten lese, so kann man wohl davon ausgehen, dass einer der Hauptakteure, nämlich Utz Claassen, bald einen neuen Bestseller schreiben wird. Titel: "Ethik und Moral in der Deutschen Wirtschaft, unter besonderer Berücksichtigung der EnBW."
obsurfer 01.07.2012
5. Wer kriminelles Handeln offenlegt...
...kann auch verdeckte Quellen zitieren - was soll daran überhaupt Heuchelei sein? Sehr seltsamer Beitrag von @holgerson - ich wundere mich, dass solch ein lächerlicher Schmarrn überhaupt veröffentlicht wird... Und was dieser Artikel überhaupt mit der Berliner Rockerszene zu tun hat, bleibt mir auch schleierhaft!
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