Detroit - Vor kurzem erst musste Chrysler vom Staat gerettet werden, jetzt schreibt der Autokonzern wieder Gewinne: Rund 183 Millionen Dollar hat das US-Unternehmen im vergangenen Jahr eingenommen. Der Umsatz stieg um 31 Prozent auf 55 Milliarden Dollar.
Angesichts boomender Autoverkäufe vor allem im wichtigen Heimatmarkt geht es seit Monaten aufwärts mit Chrysler. "Das Haus ist in schönster Ordnung", verkündete Konzernchef Sergio Marchionne am Mittwoch. "Wir sind stolz auf die Arbeit, die wir geleistet haben."
Vor allem das letzte Jahresviertel lief blendend mit einem Gewinn von 225 Millionen Dollar. Die Schulden schrumpften drastisch, der Marktanteil in den USA legte nach Firmenangaben im Gesamtjahr von 9,2 auf 10,5 Prozent zu. In der Heimat setzte der Konzern mit knapp 1,4 Millionen Wagen der Marken Chrysler, Dodge, Jeep und Ram die Masse seiner Autos ab. Weltweit stieg die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge von 1,6 auf 2 Millionen.
Im laufenden Jahr will Chrysler weiter zulegen und auf einen Umsatz von um die 65 Milliarden Dollar kommen. Der Gewinn soll auf unterm Strich rund 1,5 Milliarden Dollar hochschießen.
Chrysler galt lange als Sorgenkind unter den US-Autokonzernen. Noch 2010 schrieb Chrysler ein Minus von 652 Millionen Dollar, 2009 war der Konzern insolvent und hatte nur mit milliardenschwerer Hilfe des Staats überlebt.
ssu/dpa-AFX/Reuters
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