Wirtschaft


ThemaEnergiewendeRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
 

Energiewende E.on will noch in diesem Jahr gegen Atomausstieg klagen

Der Energieriese E.on macht Ernst: Laut "Financial Times Deutschland" hat der Konzern seine Verfassungsklage gegen den Atomausstieg so gut wie fertig. Damit dürfte der Konflikt mit der Bundesregierung an Schärfe gewinnen.

Hamburg - Der Energiekonzern E.on Chart zeigen will offenbar noch in diesem Jahr Klage gegen den Atomausstieg beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe einreichen. Die Klageschrift für die Verfassungsbeschwerde sei fast fertig gestellt, berichtet die "Financial Times Deutschland" und beruft sich auf Branchenkreise.

Der Kernkraftwerksbetreiber mache geltend, dass der im Sommer von der Bundesregierung beschlossene Atomausstieg in sein Eigentumsrecht eingreife, das durch den Artikel 14 des Grundgesetzes geschützt werde. Durch die vorzeitige Abschaltung der Meiler sei dem Konzern ein Schaden in Milliardenhöhe entstanden. Ein Konzernsprecher wollte den genauen Stand der Klage dem Blatt zufolge nicht kommentieren. "Wir werden unseren Vermögensschaden beziffern und geltend machen", sagte er der "FTD".

Durch die erste Verfassungsbeschwerde dürfte der Streit zwischen Atomwirtschaft und Bundesregierung an Schärfe gewinnen. Die Konzerne prüfen schon seit Monaten rechtliche Schritte gegen den Ausstiegsbeschluss, passiert ist bislang wenig. RWE Chart zeigen und EnBW Chart zeigen teilten der Zeitung mit, sie würden noch prüfen, ob, wann und wie sie gegen den Beschluss der Regierung vorgehen.

Die Konzerne haben nach der Verabschiedung des Gesetzes im Juli ein Jahr Zeit für eine Verfassungsbeschwerde. Vattenfall steht kurz davor, die Bundesrepublik vor einem internationalen Schiedsgericht zu verklagen.

cte/dpa-AFX

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live
insgesamt 26 Beiträge
kabelfritze 03.11.2011
Na Klasse. Wenn der TÜV mein Auto still legt, verklage ich auch mal den Staat. Mal sehn, wie weit ich damit komme.
Zitat von sysopDer Energieriese E.on macht Ernst: Laut "Financial Times Deutschland" hat der Konzern seine Verfassungsklage gegen den Atomausstieg so gut wie fertig. Damit dürfte der Konflikt mit der Bundesregierung an Schärfe gewinnen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,795588,00.html
Na Klasse. Wenn der TÜV mein Auto still legt, verklage ich auch mal den Staat. Mal sehn, wie weit ich damit komme.
uran-235 03.11.2011
Wir sind noch immer ein Rechtsstaat. Viel Erfolg Eon.
Zitat von sysopDer Energieriese E.on macht Ernst: Laut "Financial Times Deutschland" hat der Konzern seine Verfassungsklage gegen den Atomausstieg so gut wie fertig. Damit dürfte der Konflikt mit der Bundesregierung an Schärfe gewinnen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,795588,00.html
Wir sind noch immer ein Rechtsstaat. Viel Erfolg Eon.
felisconcolor 03.11.2011
Ihren Kunden schicken sie seitenlange Briefe "Wie ökologisch sie denn jetzt sind" "Und das sie die Energiewende hin zu umweltfreundlichen erneuerbaren Energien vollziehen werden" "Und das dieses [...]
Ihren Kunden schicken sie seitenlange Briefe "Wie ökologisch sie denn jetzt sind" "Und das sie die Energiewende hin zu umweltfreundlichen erneuerbaren Energien vollziehen werden" "Und das dieses natürlich eine Menge Geld kostet" "und das sie die Energiepreise deswegen erhöhen müssen." Früher hätten wir auf dem Schulhof gesagt: "antraben Arschvoll abholen" Aber das ist ja heute nicht mehr politisch korrekt.
reflexxion 03.11.2011
wenn man Bankaktionäre staatlich unterstützt, wieso sollen dann Energieaktionäre staatlich bestraft werden. Die Betreiber deutscher Kernkraftwerke hatten keine "Schrottautos" sondern die sichersten Kraftwerke die man [...]
wenn man Bankaktionäre staatlich unterstützt, wieso sollen dann Energieaktionäre staatlich bestraft werden. Die Betreiber deutscher Kernkraftwerke hatten keine "Schrottautos" sondern die sichersten Kraftwerke die man sich denken kann. Nur weil man in Japan Pfusch geplant hat, sagt das nichts über die technisch ganz anderen Kraftwerke in Deutschland aus. Hier gibt es keine Tsunmais und erst recht nicht regelmässige Erdbeben. Wenn ein deutsches Kraftwerk nicht durch den TÜV käme, würde es umgehend abgeschaltet, auch ohne den Zickzackkurs der Partei ohne Programm namens CDU.
happy2009 03.11.2011
Was hat das damit zu tun? besitzen Anteile Ihre Lebensversicherung besitzt Anteile Vielleicht gehört Ihnen auch ein Teil von EON Würden Sie da nicht von Ihrem eingestezten Verwalter Ihres Vermögens (also Geschäftsführung [...]
Zitat von felisconcolorIhren Kunden schicken sie seitenlange Briefe "Wie ökologisch sie denn jetzt sind" "Und das sie die Energiewende hin zu umweltfreundlichen erneuerbaren .....
Was hat das damit zu tun? besitzen Anteile Ihre Lebensversicherung besitzt Anteile Vielleicht gehört Ihnen auch ein Teil von EON Würden Sie da nicht von Ihrem eingestezten Verwalter Ihres Vermögens (also Geschäftsführung EON) erwarten, das er Ihre Interessen an Vermögensverlustminimierung wahrnimmt?
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
alles aus der Rubrik Unternehmen & Märkte
alles zum Thema Energiewende

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Was kostet der Atomausstieg?
Zu den Kosten des Atomausstiegs kursieren verschiedene Zahlen. Die wichtigsten Werte im Überblick:





TOP



TOP