Energiewende Grüne wollen Stromdeal mit Alu-Branche einfädeln

Aluminiumhütten sollen beim Atomausstieg und der Energiewende helfen - das sieht ein Plan der Grünen vor. Sie wollen die Stromfresser mit staatlichen Hilfen belohnen, wenn sie in Spitzenzeiten auf die knappe Energie verzichten.

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Aluminiumwerk Trimet: Unerwartete Unterstützung durch die Grünen
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Aluminiumwerk Trimet: Unerwartete Unterstützung durch die Grünen


Düsseldorf - Politiker von Bündnis 90/Die Grünen wollen ein Kraftwerk einsparen - und bedienen sich dabei ausgerechnet der besonders energieintensiven Aluminiumindustrie. Sie soll staatliche Hilfen bekommen, wenn sie ein intelligentes Energiemanagement betreibt.

Nach der Bahn sind die beiden Aluminiumhütten des Trimet-Konzerns in Hamburg und Essen Deutschlands größte Stromfresser; sie alleine verbrauchen ein Prozent des Stroms. Die Betriebe laufen 365 Tage im Jahr rund um die Uhr. Der Aluminierungsprozess kann aber bis zu vier Stunden ohne Strom auskommen. Wenn der Energiebedarf in Deutschland besonders hoch ist, so der Vorschlag der Grünen, schaltet Trimet ab und wird dafür finanziell entschädigt.

Die Alu-Hütten könnten auch einspringen, wenn der Strom aus den erneuerbaren Quellen nicht so recht fließen will, wenn etwa die Sonne nicht scheint und beim Wind Flaute herrscht. "Das spart ein Kohle- oder Atomkraftwerk ein, das sonst in Stand-by gehalten werden müsste", hat Reiner Priggen ausgerechnet, Fraktionschef der Grünen in NRW. Er hat zusammen mit Oliver Krischer, dem energiepolitischen Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, einen Fünfpunkteplan für Atomausstieg und Energiewende geschrieben.

"Die Alu-Werke können binnen Sekunden abgeschaltet werden," erklärt Priggen, "damit sind sie flexibler als jedes Kraftwerk." Im Ausland, etwa in den Niederlanden, Spanien, Slowenien und Italien werden Alu-Produzenten vom Staat bereits dafür entschädigt, dass sie bei Spitzenverbrauchszeiten auf Strom verzichten. Trimet verhandelt darüber seit zwei Jahren vergeblich mit der Bundesnetzagentur und freut sich jetzt über die unerwartete Unterstützung durch die Grünen.



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glaubblosnix 04.06.2011
1. Ohne staatliche Hilfe....
... würde die Alu-Branche die Politik der Grünen nicht überleben. Strom wird teurer also staatliche Hilfe für Unternehmen. Und wer zahlts?
inci 04.06.2011
2. oooo
Zitat von sysopAluminiumhütten sollen beim Atomausstieg und der Energiewende helfen - das sieht ein Plan der Grünen vor. Sie wollen die Stromfresser mit staatlichen Hilfen belohnen, wenn sie in Spitzenzeiten auf die knappe Energie verzichten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,766542,00.html
der aluminierungsprozess kann 4 stunden pausieren? ich habe neulich einen bericht gesehen, da hieß es, wenn der prozeß auch nur für kurze zeit unterbrochen werde, sei alles im eimer. und selbst wenn es die 4 stunden pausieren kann, was ist das für ein energiekonzept, das den ausfall schon als bestandteil hat?
lef 04.06.2011
3. Das machen die sowieso schon....
(Metallhersteller (Alu, Edelstahl usw.) nutzen natürlich schon sehr lange nur den billigen Grundlaststrom) aber jetzt kriegen sie noch zusätzlich Geld dafür. (müssen sie wohl auch, wenn tatsächlich andere EU-Staaten das tun dürfen....) Immerhin ist diese Förderung Steuertopfgeld - also zumindest etwas sozial verteilt. zusätzlich zahlen Alumiumwerke ja auch keie EEG-Abgabe - die trägt der private Stromverbraucher, aber hier nach Verbrauch - das heißt: Der/die Kleinrentner/in zahlt genau so viel, wie der (grüne?) Besserverdiener..... -
Fackus 04.06.2011
4. zu den Grünen
Zitat von sysopAluminiumhütten sollen beim Atomausstieg und der Energiewende helfen - das sieht ein Plan der Grünen vor. Sie wollen die Stromfresser mit staatlichen Hilfen belohnen, wenn sie in Spitzenzeiten auf die knappe Energie verzichten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,766542,00.html
fällt einem manches ein. 'Verlogen' ist wohl noch eines der wenigen zitierfähigen Begriffe. Daß die Industrie den Saft braucht ist klar, da kommen sie bei aller Ideologie nicht drumrum. Aber daß sie ihn uns - den Bürgern - wegnehmen, bzw. für die übriggebliebenen Reste teuer bezahlen lassen, da könnt man grad platzen vor Wut.
edgarzander 04.06.2011
5. Kapitalistenpack
Zitat von sysopAluminiumhütten sollen beim Atomausstieg und der Energiewende helfen - das sieht ein Plan der Grünen vor. Sie wollen die Stromfresser mit staatlichen Hilfen belohnen, wenn sie in Spitzenzeiten auf die knappe Energie verzichten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,766542,00.html
Vor 20 Jahren hätten die langbärtigen Zottelbären noch nach Zwangskollektivierung oder Schließung verlangt. Jetzt wollen Sie denen das Geld hinterherschmeissen. Die Grünen - Neoliberales Kapitalistenpack!
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