Berlin - Der Bund stellt 600 Millionen Euro weniger für die energetische Sanierung und Dämmung von Häusern bereit. Dem Bauministerium seien anstelle von 1,5 Milliarden Euro nur 900 Millionen für das Programm zur energetischen Gebäudesanierung zugewiesen worden, teilte das Finanzministerium auf eine Anfrage der Grünen mit.
Eine schlechte Nachricht für Hausbesitzer. Sie erhalten mit der Förderung verbilligte Kredite und Zuschüsse über die Staatsbank KfW. Das Geld kommt zu großen Teilen aus dem Energie- und Klimafonds des Bundes. Der Fonds wiederum speist sich aus dem Verkauf von Kohlendioxid-Verschmutzungsrechten. Und genau da liegt das Problem. Der CO2-Preis ist drastisch eingebrochen: Statt der kalkulierten 17 Euro pro Tonne liegt er derzeit nur bei acht Euro. Der Bundesregierung brechen damit die Mittel zur Finanzierung des Klimafonds zunehmend weg.
Je mehr Klimaverschmutzungsrechte verkauft werden, desto mehr Geld steht für den Klimafonds zur Verfügung. Im Zuge des Atomausstiegs im vergangenen Jahr war der Fonds auf 1,5 Milliarden aufgestockt worden.
Die Grünen zeigten sich enttäuscht. "Dies ist genau das Gegenteil eines verlässlichen Beitrags der Politik, was die Bürger in Sachen Förderung der Energieeffizienz erwarten", sagte die Bauexpertin Daniela Wagner.
kha/Reuters/sid
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