Drohende Stellenstreichungen RWE kündigt weitere Sparrunde an

Milliardenschulden und Belastungen durch die Energiewende - für RWE läuft es derzeit alles andere als rund. Jetzt kündigt Vorstandschef Terium weitere Einsparungen an.

RWE Zentrale in Essen: Aktie unter Druck

RWE Zentrale in Essen: Aktie unter Druck


Der angeschlagene Energiekonzern RWE steht vor der nächsten Sparrunde. In einem internen Schreiben kündigte die Unternehmensleitung neue Einschnitte in der Verwaltung an, wie das "Handelsblatt" berichtete. In Konzernkreisen sei die Rede davon, die Kosten um "bis zu 30 Prozent in einzelnen Bereichen" zu drücken. Eine Konzernsprecherin bestätigte den Bericht. Die Maßnahmen seien Teil eines ganzen Pakets zur Steigerung der Effizienz. Wie viele Stellen von den neuen Kürzungen in der Verwaltung betroffen sind, wollte sie nicht sagen.

Laut "Handelsblatt" startet das Programm Mitte April in den ersten Bereichen, Ende Juni sollten weitere folgen. RWE reagiert mit den Einsparungen auf die angesichts der Energiewende wegbrechenden Einnahmen im Stammgeschäft mit der Stromerzeugung aus Kohle und Gas. Vorstandschef Peter Terium hatte bereits bei der Bilanzvorlage im März neue Kostensenkungen angekündigt und die Vorgaben für Effizienzsteigerungen um 500 Millionen Euro auf zwei Milliarden Euro bis 2017 aufgestockt.

RWE Chart zeigen hat bereits in den vergangenen Jahren in der Verwaltung gespart. Auch die Kraftwerkssparte war davon betroffen. Ende 2014 hatte RWE noch knapp 60.000 Beschäftigte, gut 5000 weniger als ein Jahr zuvor.

mik/dpa-AFX

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insgesamt 5 Beiträge
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lauchstrauch 13.04.2015
1. kein Problem...
...es gibt sicher schon ähnlich solide Jobs bei Wind&PV!
CommonSense2006 13.04.2015
2. Was sonst?
Hatte jemand was anderes erwartet? Im Ernst, man kann doch nicht eine Energiewende anschmeißen mit einem totalen Umsteuern in der Energieerzeugung und dann erwarten, dass alles beim Alten bleibt und das reibungslos über die Bühne geht... oder will jetzt jemand behaupten, dass das alles am gierigen, bösen Kapitalismus liegt?
darthmax 13.04.2015
3. Staatswirtschaft
in der Tat, so ist es wenn sich der Staat, ausser Rahmenbedingungen zu setzen, sich in die Wirtschaft mit merkwürdigen Vorstellungen einmischt. Ich möchte meine Energie aus Frankreich zur Hälfte des Preises beziehen. Das wäre dann Europäisch.
carahyba 13.04.2015
4.
RWE war solange stark, solange die Subventionen reichlich flossen, die dann, anstatt die Infrastruktur zu stärken, nur die Dividenden stärkten. Nun gehen die Subventionen woanders hin und stärken dort die Dividenden. Das nennt sich dann wettbewerbsfähige Marktwirtschaft. Weiter nichts als verkappte kapitalistische Abzocke unter der Drohung, dass sonst die Lichter ausgehen.
atlatis1971 13.04.2015
5. Wann geht der erste Pleite?
Ich wundere mich das Rwe noch nicht Pleite ist,dann können die Stromkunden die Schulden und Atomentsorung auch gleich mit bezahlen und den Atomstrom aus Frankreich beziehen wäre billiger....
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