Enttäuschendes Quartal: Yahoos Umsatz wächst nur leicht

Der Internetkonzern Yahoo hat seinen Gewinn im dritten Quartal verdoppelt, vor allem dank einer Kooperation mit Microsoft. Der Umsatz hingegen stieg nur leicht - und Google holt im Werbegeschäft weiter auf.

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Yahoo-Leuchtreklame: "Sie verlieren Geschäft an Google"

Sunnyvale - Im dritten Quartal hat Yahoo Chart zeigen zwar seinen Gewinn dank Einsparungen und der Suchmaschinen-Kooperation mit Microsoft mehr als verdoppelt. Doch das grundlegende Geschäft lahmt. Ein ums andere Mal setzte der Rivale Google dem Unternehmen zu.

Der Yahoo-Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lediglich um 2 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro). Für das vierte Quartal geht Yahoo von einem Umsatz zwischen 1,125 und 1,225 Milliarden Dollar aus. Damit enttäuschte der Suchmaschinenbetreiber die Märkte, an denen im Durchschnitt mit 1,26 Milliarden Dollar kalkuliert wurde. Im nachbörslichen Handel notierte die Yahoo-Aktie zunächst unverändert auf 15,44 Dollar.

Werbung ist die wichtigste Einnahmequelle für Yahoo. Auf der einen Seite sind das Textanzeigen, die passend zu Suchergebnissen erscheinen. Hier hat Google schon seit langem die Nase vorn. Auf der anderen Seite sind das grafische Werbeanzeigen, bisher eine Domäne von Yahoo. Doch Google Chart zeigen holt auf, wie die letzte Zwischenbilanz gezeigt hatte. "Sie verlieren Geschäft an Google", urteilte Analyst Colin Gillis von BGC Partners am Dienstag bei Bloomberg TV. Das gelte besonders für die wichtigen grafischen Werbeanzeigen, die sogenannten Banner.

Yahoo konnte seinen Gewinn insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Microsoft bei der Internetsuche aber steigern. Microsoft Chart zeigen tritt in Vorleistung und so legte das Ergebnis um 113 Prozent auf unterm Strich 396 Millionen Dollar zu. Das war mehr als Analysten erwartet hatten.

Konzernchefin Carol Bartz hatte rund 2000 Stellen abgebaut und sich mit dem Softwaregiganten verbündet. Yahoo nutzt seit einigen Wochen in den USA und Kanada Microsofts Suchmaschine Bing und wird im Gegenzug die Werbung vermarkten. Bald sollen alle Suchanfragen über die Microsoft-Server laufen. Die Zusammenarbeit schreite planmäßig voran, sagte Bartz

ore/dpa/Reuters

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