Hackerattacke Equifax-Chef tritt nach Datenklau zurück

Bei einem Angriff auf den US-Finanzdienstleister Equifax hatten Hacker Daten von Millionen US-Verbrauchern erbeutet. Nun zieht der Chef des Unternehmens Konsequenzen.

Equifax-Sitz in Atlanta
REUTERS

Equifax-Sitz in Atlanta


Nach dem Diebstahl hochsensibler Daten ist der Chef der Wirtschaftsauskunftei Equifax, Richard Smith, zurückgetreten. Der bisherige Geschäftsführer für Südostasien, Paulino do Rego Barros, solle kommissarisch den Job von Smith übernehmen, teilte das Unternehmen mit. Zuvor hatte Equifax bereits den IT- und den Sicherheitschef in den Ruhestand geschickt.

Die von Mitte Mai bis Juli laufende Hackerattacke betraf bis zu 143 Millionen US-Verbraucher. Equifax hatte den Einbruch nach eigenen Angaben im Juli bemerkt und gestoppt - aber die Betroffenen erst im September informiert.

Der Datenklau gefährdet die Betroffenen besonders, weil die Angreifer auch an die Sozialversicherungsnummern der Opfer gelangten. Diese Nummern werden in den USA oft zur Identifizierung im Alltag, zum Beispiel bei Mobilfunkverträgen oder Kreditanfragen, genutzt.

Zudem hatten sich die Angreifer auch Zugang zu Namen, Geburtsdaten und Adressen verschafft. Die Kombination aus diesen Informationen kann es Betrügern etwa ermöglichen, Kredite in fremdem Namen aufzunehmen.

asa/dpa



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Patrik74 26.09.2017
1. Interessant ist doch eher
warum so ein Unternehmen die persönlichen Daten von mind. 143 Millionen Amerikanern hat - wie viele Kunden haben die denn? Die USA haben doch insgesamt nur 323 Millionen Einwohner und bspw. nur 121 Mio. Telefonanschlüsse. Woher kommen die ganzen persönlichen Daten? Freiwillige Auskünfte ihrer Kunden sind es wohl nicht...
NewYork76 26.09.2017
2. Es sind die Illuminaten...
Zitat von Patrik74warum so ein Unternehmen die persönlichen Daten von mind. 143 Millionen Amerikanern hat - wie viele Kunden haben die denn? Die USA haben doch insgesamt nur 323 Millionen Einwohner und bspw. nur 121 Mio. Telefonanschlüsse. Woher kommen die ganzen persönlichen Daten? Freiwillige Auskünfte ihrer Kunden sind es wohl nicht...
Es sind die Illuminaten...nein. Scherz beiseite. Equifax ist eines von 3 Credit Reporting Unternehmen (Experian und TransUnion sind die anderen zwei). Diese Unternehmen arbeiten aehnlich wie die Schufa in Deutschland. Wenn ein Kunde einen Kredit aufnimmt, eine Kreditkarte beantragt, ein Auto oder ein Haus finanziert, so leitet der Kreditgeber die relevanten Informationen an diese Agenturen weiter. Dem stimmt jeder Kreditnehmer uebrigens als Teil seines Kreditvertrags zu. (mehr dazu hier: http://money.howstuffworks.com/personal-finance/debt-management/credit-report2.htm) Also es sind freiwillige Auskuenfte der Kunden. Der Skandal ist natuerlich, dass solche hoch sensitiven Informationen offenbar nicht ausreichend geschuetzt wurden. Aber immerhin hat der CEO das Richtige getan, die Verantwortung uebernommen und ist zurueckgetreten. Bei Volkswagen warte ich immer noch...
NewYork76 26.09.2017
3. Darum...
Zitat von Patrik74warum so ein Unternehmen die persönlichen Daten von mind. 143 Millionen Amerikanern hat - wie viele Kunden haben die denn? Die USA haben doch insgesamt nur 323 Millionen Einwohner und bspw. nur 121 Mio. Telefonanschlüsse. Woher kommen die ganzen persönlichen Daten? Freiwillige Auskünfte ihrer Kunden sind es wohl nicht...
Equifax ist eines von 3 Credit Reporting Unternehmen (Experian und TransUnion sind die anderen zwei). Diese Unternehmen arbeiten aehnlich wie die Schufa in Deutschland. Wenn ein Kunde einen Kredit aufnimmt, eine Kreditkarte beantragt, ein Auto oder ein Haus finanziert, so leitet der Kreditgeber die relevanten Informationen an diese Agenturen weiter. Dem stimmt jeder Kreditnehmer uebrigens als Teil seines Kreditvertrags zu. (mehr dazu hier: http://money.howstuffworks.com/personal-finance/debt-management/credit-report2.htm) Also es sind freiwillige Auskuenfte der Kunden. Der Skandal ist natuerlich, dass solche hoch sensitiven Informationen offenbar nicht ausreichend geschuetzt wurden. Aber immerhin hat der CEO das Richtige getan, die Verantwortung uebernommen und ist zurueckgetreten. Bei Volkswagen warte ich immer noch...
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