Erfolgreicher Anleihenverkauf Investoren überschütten Spanien mit Geld

Es geht doch noch: Trotz der angespannten Lage an den Finanzmärkten hat sich Spanien relativ problemlos Geld beschafft - und das auch noch zu erträglichen Zinsen. Für den Rest des Jahres ist das Land damit aus dem Ärgsten heraus.

Designierter Regierungschef Rajoy: Bis Jahresende braucht Spanien kein neues Geld
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Designierter Regierungschef Rajoy: Bis Jahresende braucht Spanien kein neues Geld


Madrid - Das schuldengeplagte Spanien hat sich von Investoren etwa doppelt so viel Geld geliehen wie geplant. Bei einer Versteigerung von Anleihen mit verschiedenen Laufzeiten nahm das Land 6,03 Milliarden Euro ein. Ursprünglich war nur ein Erlös zwischen 2,5 und 3,5 Milliarden Euro angestrebt worden. Dank des guten Ergebnisses muss Spanien in diesem Jahr nicht noch einmal den Kapitalmarkt anzapfen.

Zur Überraschung vieler Experten sind auch die Zinsen, die Spanien für das Geld zahlen muss, relativ moderat. Für eine Anleihe mit fünf Jahren Laufzeit muss das Land einen durchschnittlichen Zins von 4,023 Prozent hinlegen. Zu Monatsbeginn waren es noch 5,276 Prozent gewesen.

Spanien kommt damit diesmal viel besser weg als Italien, das am Mittwoch für vergleichbare Anleihen 6,47 Prozent zahlen musste - so viel wie noch nie seit der Euro-Einführung.

Für die Anleihen mit neun- und zehnjähriger Laufzeit verlangten die Investoren von Spanien einen Durchschnittszins von 5,201 und 5,545 Prozent. Auch das ist vergleichsweise günstig. Bei der Auktion einer zehnjährigen Staatsanleihe Mitte November musste das Land noch knapp sieben Prozent zahlen.

Analysten werteten die jüngste Versteigerung deshalb positiv: "Das war eine gelungene Auktion", sagte Michael Leister von der WestLB. "Sie haben es hingekriegt, einen richtigen Brocken zu verkaufen."

stk/Reuters/dpa-AFX



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Seite 1
e.schw 15.12.2011
1. Aktienmärkte danken der EZB...
Zitat von sysopEs geht doch noch: Trotz der angespannten Lage an den Finanzmärkten hat sich Spanien relativ problemlos Geld beschafft - und das auch noch zu erträglichen Zinsen. Für den Rest des Jahres ist das Land damit aus dem Schneider. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,803910,00.html
Und das ohne Unterstützung der EZB?
hans a. plast 15.12.2011
2. ............Finanzmonopoly pur!
Zitat von sysopEs geht doch noch: Trotz der angespannten Lage an den Finanzmärkten hat sich Spanien relativ problemlos Geld beschafft - und das auch noch zu erträglichen Zinsen. Für den Rest des Jahres ist das Land damit aus dem Schneider. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,803910,00.html
............mal sehen, wie es beim naechsten Anleihetermin aussieht, bzw. welche Sau dann durchs Dorf gejagt wird. Aus dem Schneider ist das Land noch lange nicht, wird doch schon ueber die neuen "konservativen" Anpassungen diskutiert, wie z. B. eine sehr kraeftige Erhoehung der Mehrwertsteuer durch Herrn Rajoy. Wer sich weiter (nachhaltig) iberisch engagieren will, schaut mal hier nach: Página principal del Tesoro Público (http://www.tesoro.es)
peterhausdoerfer 15.12.2011
3. Nur gerecht
Zitat von sysopEs geht doch noch: Trotz der angespannten Lage an den Finanzmärkten hat sich Spanien relativ problemlos Geld beschafft - und das auch noch zu erträglichen Zinsen. Für den Rest des Jahres ist das Land damit aus dem Schneider. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,803910,00.html
Die Renditen für unterschiedlichen Staatsanleihen notierten viel zu nahe beinander. Italien ist eben nicht Deutschland, daher ist der Risikoaufschlag auch anders. Nun haben sich die Renditen auseinander entwickelt und werden ohne Änderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch nicht wieder konvergieren. Was jetzt wichtig ist das die Länder die die höchsten Zinsen zahlen müssen ihre Verschuldung senken, Deuschland kann hier nur Hilfe zur Selbsthilfe bieten.
twister13 15.12.2011
4.
Zitat von sysopEs geht doch noch: Trotz der angespannten Lage an den Finanzmärkten hat sich Spanien relativ problemlos Geld beschafft - und das auch noch zu erträglichen Zinsen. Für den Rest des Jahres ist das Land damit aus dem Schneider. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,803910,00.html
DAS und nur DAS zeigt die Realität. Nicht das Geschwafel der selbsternannten Experten denen ein Exodus gar nicht schnell genug und heftig genug gehen kann. Natürlich ist die Lage nicht einfach. Aber ein Zinsrückgang von 1,2 Prozentpunkten zeigt doch wohin die Reise geht. Und solange sich Spanien zu moderaten Zinsen Geld am Kapitalmarkt leihen kann ist es nicht auf Rettungsschirme angewiesen, das bedeutet es entspannt die Lage auch dort. Die vielgescholtene Frau Merkel macht das einzig Richtige. Packt das Problem an der Wurzel, zwingt jeden Staat seine Hausaufgaben zu machen, verschliesst sich einfachen Lösungen die Jahre später wirklich zur Katastrophe oder in die Inflation führen würden und hält den Laden beieinander. Kann sich bitte irgendwer vorstellen dass einer der Kanzlerkandidaten der SPD dieses Kunststück auch nur annähernd geschafft hätte. Ich glaube nicht. Da wären wieder die schnellen einfachen Lösungen gefragt gewesen mit denen man vermeintlich glänzen kann. Wie sagte schon Adenauer:" Das einzige was der Sozialist vom Geld versteht ist, dass er es von anderen Leuten haben will."
Schleswig 15.12.2011
5. xxx
Zitat von sysopEs geht doch noch: Trotz der angespannten Lage an den Finanzmärkten hat sich Spanien relativ problemlos Geld beschafft - und das auch noch zu erträglichen Zinsen. Für den Rest des Jahres ist das Land damit aus dem Schneider. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,803910,00.html
Das Jahr hat ja immerhin noch 16 Tage. Super, weiter so.
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