Frankfurt am Main - Positiver Wochenauftakt an den Börsen: An den europäischen Handelsplätzen machte sich nach dem Auf und Ab zum Wochenstart Erleichterung bemerkbar - die Kursen stiegen, wenn auch nur leicht.
Der Dax legte zeitweise um 1,6 Prozent zu -
in der Vorwoche hatte der deutsche Leitindex allerdings fast vier Prozent eingebüßt. Auch die Indizes in London (FTSE 100
) und Paris (Cac 40) gewannen hinzu. Die Börsen in den Krisenländern Italien und Spanien legten ebenfalls zu.
Vergangene Woche hatten alle europäischen Leitindizes verloren, der Dax
hatte fast vier Prozent eingebüßt. Bankenwerte
wie die der französischen Société Générale verloren teilweise bis zu 20 Prozent an einem Tag ein.
"Aber die Sorgen, die zu dem Ausverkauf geführt haben, sind nicht verschwunden", warnten Analysten. Jede neue Entwicklung hinsichtlich der finanziellen Stabilität der europäischen Staaten oder der USA könne schnell wieder zu neuen Unsicherheiten führen. "Wir sind nur eine schlechte Meldung von markant niedrigeren Kursen entfernt", fasste ein Händler die andauernde Unsicherheit zusammen. "Das hängt alles am seidenen Faden."
Entsprechend gering waren die Umsätze. Die Bankenwerte zogen meist wieder an. Im Dax zählten Deutsche Bank
und Commerzbank
mit Gewinnen von zwei bis drei Prozent zu den größten Gewinnern.
In Paris stiegen die Kurse von Natixis, Crédit Agricole
, BNP Paribas
und Société Générale
ebenfalls zeitweise um zwei Prozent. "Die Märkte - und vor allem die Bankenwerte - waren völlig überverkauft, schon allein aus dieser Sicht ist eine leichte Erholung überfällig", erklärte ein Händler.
Franken gibt dritten Tag in Folge nach
Die Beruhigung an den Aktienmärkten machte sich auch beim Schweizer Franken bemerkbar. Die Schweizer Währung gilt allgemein als "sicherer Hafen", in den sich Investoren in unruhigen Zeiten vermehrt flüchten.
Die Nationalwährung gab den dritten Tag in Folge nach. Am Mittag stieg der Euro auf bis zu 1,1458 Franken. Hintergrund sind Spekulationen, wonach die Schweiz verstärkt gegen den wochenlangen Aufwärtstrend ihrer Währung vorgehen könnte. Im Gespräch ist eine Kursobergrenze oder gar eine Anbindung des Franken an den Euro
, Letzteres möglicherweise in Zusammenarbeit mit der Europäischen Zentralbank (EZB).
In den Wochen zuvor war der Franken wegen der Börsenturbulenzen von einem Rekordhoch zum nächsten geklettert..
dis/Reuters/dpa
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