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09. September 2010, 18:58 Uhr

Erneuerbare Energien

Ikea kauft vier deutsche Windparks

Ikea macht auf grün: Die Möbelhauskette hat vier Windparks in Deutschland gekauft. Den Strom will das Unternehmen nicht für die eigenen Filialen nutzen - sondern ins deutsche Netz speisen.

Hamburg - Ikea investiert in erneuerbare Energien: Die schwedische Möbelkette hat dem spanischen Windkraftspezialisten Gamesa vier Windparks in Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz abgekauft. Das teilten die Unternehmen mit. Die Windräder produzieren pro Jahr 88 Gigawattstunden Strom. Damit ließen sich nach Angaben von Gamesa 17 Ikea-Filialen betreiben. Allerdings wird der Strom nicht in den Möbelhäusern selbst genutzt, sondern ins deutsche Netz eingespeist.

Ikea setzt nach eigenen Angaben auf umweltfreundliche Energien und will seine Energieeffizienz - ausgehend vom Jahr 2005 - weltweit um 25 Prozent steigern. Dazu habe man in Deutschland etwa elf Photovoltaikanlagen am Netz, weitere seien in Planung, teilte das Unternehmen mit. In Berlin setze Ikea zudem auf die Nutzung von Abwasserwärme. Auf den Dächern neuerer Ikea-Häuser werde Regenwasser für die Toilettenspülung gesammelt. Ikea hat in Deutschland 45 Möbelhäuser. Langfristig will das Unternehmen seinen gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Energiequellen decken.

Allerdings hat das grüne Image, das sich der Konzern zu geben versucht, auch Kratzer. Im Juni etwa verurteilte ein französisches Gericht Ikea zu 30.000 Euro Geldstrafe, weil beim Bau eines riesigen Lagers in der Hafenstadt Marseille mehrere geschützte Blumen-, Vogel- und Reptilienarten zerstört worden seien.

ulz/AFP

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