Hamburg - Die EU plant einem Medienbericht zufolge, das in Deutschland vielerorts übliche elektronische Lastschriftverfahren (ELV) gegen den Widerstand der deutschen Einzelhändler in wenigen Wochen zu kippen. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin "Impulse".
Stattdessen wäre dann nur noch das EC-Cash-Verfahren möglich. Dabei muss der Karteninhaber die Geheimzahl eingeben. Anders als beim Bezahlen mit Unterschrift, das für den Handel kostenlos ist, werden hierbei 0,3 Prozent des Betrags als Zahlung an die Bank fällig.
Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht dem Bericht zufolge in dem von der EU-Kommission vorgelegten Gesetzesentwurf die Handschrift der Banken-Lobby. Schließlich kassierten die Banken bereits jetzt schon jährlich 250 Millionen Euro an Gebühren durch das Verfahren. Käme noch das eine Drittel der deutschen Einzelhändler hinzu, die noch das ELV einsetzen, erhöhten sich die Einnahmen der Banken um einen weiteren dreistelligen Millionenbetrag.
can/dapd
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