Möglicher Regelbruch EU überprüft Staatskredit für Alitalia

Fast eine Milliarde Euro hat der italienische Staat in die Fluggesellschaft Alitalia gesteckt. EU-Wettbewerbskommissarin Vestager stellt nun die Rechtmäßigkeit des Kredits infrage.

Flugzeuge von Alitalia (Archivbild)
REUTERS

Flugzeuge von Alitalia (Archivbild)


Es gibt Zweifel an der Rechtmäßigkeit eines staatlichen 900-Millionen-Euro-Kredits für Alitalia. Nun prüfen die Wettbewerbshüter die Gelder an die marode italienische Fluggesellschaft.

Es stehe infrage, ob die Beihilfe auf das erforderliche Minimum beschränkt worden sei, teilte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager mit. Zudem gebe es Bedenken, weil die zulässige Höchstlaufzeit von sechs Monaten überschritten werde.

Alitalia schreibt seit Jahren Verluste. Vor rund einem Jahr hatte die Airline mit insgesamt 11.500 Mitarbeitern Insolvenz angemeldet und fliegt derzeit mit einem Brückenkredit des italienischen Staates.

Der italienische Staat hatte den Kredit im Januar 2018 als Rettungsbeihilfe bei der EU angemeldet. Zuvor waren bei der Kommission bereits "mehrere Beschwerden" wegen des Kredits zur Stützung der Airline eingegangen.

Die Fluggesellschaft soll nun verkauft werden. Zu den Interessenten gehörten zuletzt auch die deutsche Lufthansa, der britische Billigflieger Easyjet und Wizzair aus Ungarn. Bisherige Eigner von Alitalia sind das Konsortium Compagnia Aerea Italiana (CAI) mit 51 Prozent und Etihad Airways mit 49 Prozent.

ans/dpa/AFP



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schamot 23.04.2018
1. Merkels Steuergeldspende an Air Berlin
Können Sie auch gleich prüfen. Waren sie doch nur um eine Gesellschaft zu gründen, in die die Flugzeuge ausgegliedert wurden um dann diese von der Lufthansa ohne Belegschaft übernehmen zu können.
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