EU-Markenamt Bier darf "Fucking Hell" heißen

Erst hatte das europäische Markenamt den doppeldeutigen Namen "Fucking Hell" für ein Bier zurückgewiesen. Jetzt darf das Gebräu aus dem österreichischen Ort Fucking doch so heißen. Die Brauerei will es im Spätsommer präsentieren.

Fucking: Das österreichische Dorf liegt etwa 35 Kilometer nördlich von Salzburg
AFP

Fucking: Das österreichische Dorf liegt etwa 35 Kilometer nördlich von Salzburg


Brüssel - Das europäische Markenamt (HABM) hat für ein Bier aus dem österreichischen Ort Fucking den Namen "Fucking Hell" gebilligt. Die Eintragung als Marke könne nicht dadurch vereitelt werden, dass der Name "in anderen Sprachen eine zweideutige Bedeutung" besitzen könne, teilte das im spanischen Alicante ansässige Amt am Dienstag mit.

Die mit der Eintragung beauftragte deutsche Marketingfirma hatte den Namen, der auf Englisch einen vulgären Fluch wie "Verdammte Hölle" bedeuten würde, mit dem Namen des Standortes der Brauerei bei Salzburg begründet. "Hell" beziehe sich auf die Farbe des Bieres. Das Bier soll im August oder September präsentiert werden.

Zunächst hatte das Amt die Markeneintragung noch zurückgewiesen. Zu den Regeln für die Eintragung gehört, dass die Namen nicht blasphemisch oder abfällig sein dürfen. Nach dem Widerspruch des Unternehmens lenkte es mit dem Verweis auf den Ortsnamen ein.

Fucking hatte schon zuvor Aufsehen mit seinem Namen erregt. Ortsschilder mussten einbetoniert werden, um sie gegen Diebstahl zu schützen. Nichtsdestoweniger lehnten die Einwohner 2004 in einem Referendum eine Namensänderung ab.

wit/AFP

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chrome_koran 30.03.2010
1. Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf:
"Die Welt ist reich an Formen, und auch an Inhalten mangelt's ihr nicht!" [Edward Stachura, 1937-1979] :)
Jörg Mergenthaler 30.03.2010
2. Geschmacklos, aber tolle Geschäftsidee
Ob das Bier genauso geschmacklos ist wie der Name bleibt abzuwarten. Trotzdem: Mit dem richtigen Marketing kann das ein erfolgreiches Szenegetränk werden; und Geld stinkt bekanntlich nicht. Vielleicht hat Bernie Ecclestone jetzt schlaflose Nächte. Wenn eine ebenfalls aus Österreich kommende, nach Gummibärchen schmeckende Limonade ("verleiht Flüüüügel") einen eigenen Formel 1-Rennstall gleichen Namens aufmachen konnte, ein Rennstall namens Fucking Hell könnte Probleme bei Rennen in islamischen Ländern bedeuten... . Schaun mer mal, und ein Flascherl zumindest werde ich probieren. Na ja, und wenn es gut ist und der Preis seriös, warum nicht? Glückwunsch zu der Idee!
brutaltruth 31.03.2010
3. Hammer ...
... da werd ich mir ja gleich ne Kiste bestellen. So als Geburtstagsgruss fuer ausgewaehlte Gesellschaft. Das wird ein Brueller... mfg
AberHallo 31.03.2010
4. Bitte
Zitat von Jörg MergenthalerOb das Bier genauso geschmacklos ist wie der Name bleibt abzuwarten. Trotzdem: Mit dem richtigen Marketing kann das ein erfolgreiches Szenegetränk werden; und Geld stinkt bekanntlich nicht. Vielleicht hat Bernie Ecclestone jetzt schlaflose Nächte. Wenn eine ebenfalls aus Österreich kommende, nach Gummibärchen schmeckende Limonade ("verleiht Flüüüügel") einen eigenen Formel 1-Rennstall gleichen Namens aufmachen konnte, ein Rennstall namens Fucking Hell könnte Probleme bei Rennen in islamischen Ländern bedeuten... . Schaun mer mal, und ein Flascherl zumindest werde ich probieren. Na ja, und wenn es gut ist und der Preis seriös, warum nicht? Glückwunsch zu der Idee!
Bitte verraten Sie uns anschließend, ob sich der Name des Bieres wirklich auf die Herkunft bezieht und nicht etwa auf den Geschmack. Gluck, gluck, gluck - würg, spei - "fucking hell!"
Hans58 31.03.2010
5. Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!
Zitat von sysopErst hatte das europäische Markenamt den doppeldeutigen Namen "Fucking Hell" für ein Bier zurückgewiesen. Jetzt darf das Gebräu aus dem österreichischen Ort Fucking doch so heißen. Die Brauerei will es im Spätsommer präsentieren. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,686575,00.html
I would prefer Fucking Weizen.......
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