Weltmarktführer EU steigt zum größten Agrarlebensmittel-Exporteur auf

Die EU schlägt die USA aus dem Feld. Die europäischen Länder verzeichnen 2013 große Zuwächse bei der Ausfuhr von Agrarprodukten - und werden damit zum Weltmarktführer.

Weizenfeld in Baden-Württemberg (Archiv): EU-Getreideexporte stark gestiegen
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Weizenfeld in Baden-Württemberg (Archiv): EU-Getreideexporte stark gestiegen


Brüssel - Die Europäische Union (EU) ist im vergangenen Jahr an den USA vorbeigezogen und zum größten Agrarlebensmittel-Exporteur der Welt aufgestiegen. 2013 haben die EU-Länder Agrarrohstoffe und -produkte im Wert von 120 Milliarden Euro ausgeführt, teilte die EU-Kommission mit.

Das seien 5,8 Prozent mehr als im Vorjahr, heißt es in der Mitteilung. Den größten Anteil an dem Wachstum hatten demnach gestiegene Getreideexporte - vor allem (Brau-)Gerste und Weizen. Die größten Zuwächse erzielten die EU-Länder mit ihren Exporten nach China (plus 19,7 Prozent) und nach Saudi-Arabien (plus 20,4 Prozent). Größter Handelspartner blieben aber auch 2013 die Vereinigten Staaten.

Die USA, bislang die Nummer eins der Agrarrohstoff-Exporteure, litten im vergangenen Jahr unter großer Trockenheit. Besonders die Ausfuhr von Sojabohnen und Baumwolle ging zurück.

In der EU machten Agrarrohstoffe und -produkte 2013 sieben Prozent der Exporte aus. Die Lebensmittel standen damit an vierter Stelle hinter Maschinen, chemischen Produkten und Medikamenten.

bos/AFP



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insgesamt 11 Beiträge
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cato-der-ältere 23.06.2014
1. Der Euro rollt
Da freut man sich doch dass man Agrar-Weltmeister ist und die USA geschlagen hat! Die Landwirtschaftsminister und Bauernverbände patschen sich zufrieden auf die Schenkel. Aber was ist der Preis? Die Natur bliebt auf der Strecke! Selbst deutsche Traditions-Tierchen wie Lerche und Hase schwinden dahin. Ganz zu schweigen von all den Pflanzen und Tieren von denen der Durchschnitts-Städter noch nie gehört hat. Ach ja, und da gibt es noch die Subventionen die die Existenz der Kleinbauern in der 3. Welt vernichten. Aber was soll's...
tillion 23.06.2014
2. Berücksichtigt man
den enormen Flächenverlust zur Herstellung von Bio Treibstoffen kann Deutschland hierzu keinen Beitrag geleistet haben. Soll hier etwas bejubelt werden was eher zu Scham gereicht? Zur Wahrheit gehören in jedem Falle auch die Importzahlen. Eine Rundreise durch Borneo offenbart da erschreckendes.
rkinfo 23.06.2014
3. Ende vom Welthunger ist nahe ?
Die EU kann es schaffen das bald kein Mensch auf Erden mehr hungert und bald EU-Fleisch die Teller füllt. Ohne Biosprit als Absatzmarkt ist es nur logisch daß die EU-Agrargenies Nahrung im gewohnten Überfluss auf der Erde verteilen. Dazu guten EU-Wein und Tulpen aus Amsterdam für die Hütten der Welt. Mögen unsere Bauern weiter wachsen und ein Nahrungsparadies den Globus erfüllen.
Kaktus 23.06.2014
4. Importoer
na ja die EU ist auch der weltgrößte agrar Importoer und wenn wir uns schon weltweit bedienen mit Kaffee Tee Bananen und vielen anderen exotischen Früchten dann müssen wir auch der Welt etwas zurück geben. ansonsten müssen andere für uns hungern
edelweiss99 23.06.2014
5. Keine frohe Nachricht!
Zitat von sysopDPADie EU schlägt die USA aus dem Feld. Die europäischen Länder verzeichnen 2013 große Zuwächse bei der Ausfuhr von Agrarprodukten - und werden damit zum Weltmarktführer. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/eu-steigt-zum-groessten-agrarlebensmittel-exporteur-der-welt-auf-a-976989.html
[QUOTE=sysop;15988397]Die EU schlägt die USA aus dem Feld. Die europäischen Länder verzeichnen 2013 große Zuwächse bei der Ausfuhr von Agrarprodukten - und werden damit zum Weltmarktführer.] Leider ist auch das keine gute Nachricht für die armen Länder: die EU wird ihre Überschüsse subventioniert in die ganze Welt verschleudern, die Europäer zahlen mit ihren Steuern die Subventionen, und der Kleinbauer in Afrika und anderswo kann nicht so billig produzieren, d.h. er ist dann arbeitslos, denn wer wird seine Ware abnehmen, die häufig auch noch minderwertig ist? So stoppen wir jedenfalls keine Flüchtlingsströme, sondern verursachen sie fleissig weiter!
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