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Laxer Umweltschutz: EU verklagt Deutschland wegen Kohlekraftwerk in Hamburg

Kohlekraftwerk Moorburg: Umweltschutz zu kurz gekommen Zur Großansicht
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Kohlekraftwerk Moorburg: Umweltschutz zu kurz gekommen

Die EU-Kommission verklagt Deutschland, weil das neue Kohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg geschützte Fischarten gefährde. Nach Ansicht der Behörde hätten von vornherein alternative Kühlmethoden geprüft werden müssen.

Brüssel - Bei der Planung des Kohlekraftwerks Moorburg in Hamburg ist der Umweltschutz aus EU-Sicht zu kurz gekommen. Die EU-Kommission verklagt Deutschland deswegen vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. Geschützte Fischarten wie Lachs, Flussneunauge oder Meerneunauge passieren den Standort auf ihrer Wanderung flussaufwärts. Die Wasserentnahme zur Kühlung des Kraftwerks sei schädlich für die Tiere, so die Behörde.

Die Kommission sieht sich in diesem Fall als zuständig an, weil Deutschland mit der Genehmigung des Kraftwerks die sogenannte Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU zum Naturschutz verletzt haben soll. Eine in der Richtlinie vorgesehene Prüfung sei versäumt und es seien keine alternativen Kühlverfahren gesucht worden, durch die das Sterben der geschützten Tiere vermieden werden könne.

Das Kohlekraftwerk Moorburg hat nach mehr als einem Jahr Test- und Probebetrieb erst Anfang des Monats offiziell den gewerblichen Betrieb aufgenommen. Umweltschützer kritisieren die Anlage, weil sie klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) freisetzt. Laut Betreiber Vattenfall stößt sie dabei allerdings deutlich weniger CO2 aus als ein vergleichbares Kohlekraftwerk älterer Bauart.

Großbritannien auch verklagt

Deutschland ist nicht das einzige Land, das von der Kommission verklagt wird: Auch Großbritannien muss sich verantworten, weil es einem von RWE betriebenen Kohlekraftwerk in Wales einen zu hohen Ausstoß von umweltschädlichen Stickstoffoxiden erlaube.

Die Behörde beanstandet, dass das Werk Aberthaw eine Genehmigung hat, mehr als doppelt so viel Stickoxid zu emittieren, als der von der EU festgesetzte Grenzwert für Großfeuerungsanlagen vorsieht. RWE teilte mit, Emissionen senken zu wollen. Die Technologie dazu werde so schnell wie möglich installiert. Stickstoffoxide verursachen unter anderem sauren Regen.

loe/dpa/AFP/Reuters

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insgesamt 55 Beiträge
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1. Wenn Bürokraten bürokraten
Badischer Revoluzzer 26.03.2015
verklagen, kann das dauern und herauskommen tut dabei meist nichts. Wetten ?
2. Kohle macht krank
martus1789 26.03.2015
Es ist ja nicht nur so, dass Fische geschädigt werden. Tatsächlich stoßen Kohlekraftwerke tonnenweise Quecksilber aus. Und das ist eben giftig und macht Menschen krank. Aber ordentlicher Profit für die Energiemafia und ihre nichtstuenden Aktionäre ist in dieser Gesellschaft wichtiger.
3. Katastrophe
bartsuisse 26.03.2015
es brüstet sich gern mit alternativen Energien und dabei sind 40% aus Kohle, wird gebüsst wegen mangelnder Schutzgebiete, lässt sämtliche Infrastrukturen verlottern, seine Bamken gehören zu den schlechtesten des Kontinents und die Unis kommen nicht unter die ersten 40. Deutsche werden schkecht bezahlt und wandern aus , werden ersetzt durch billig Lohndumper. Dieses Land istbeine Gefahr für Europa und braucht dringendst eine neue fähige Politikerklasse und nicht eine korrupte Kaste die kein einziges Grossprojekt zustande bringt auf anständigem Weg. Richtig wenn es Bussen hagelt aufvdei Fingerzeigenden Moralprediger die durchs Band versagen
4. Wer hat es vermasselt?
L!nk 26.03.2015
Wäre schön, wenn sich Freiherr von Beust (CDU) und Frau Hajduk (GAL) persönlich dafür verantworten müssten.
5. Was für ein Ding?
spon-facebook-10000795066 26.03.2015
Sry aber die EU verklagt DE wegen einer Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie. Es gibt hier genug renitente Umweltschützer ... die EU will hier nur Geld "schneiden". Also wirklich ein paar Fische...das zeigt nur deren Unnützigkeit.
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